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1050 Euro Strafe für vorsätzliches Überfahren von verletztem Reh

6. August 2016

Für eine schlimme Tierquälerei an einem Reh soll ein junger Motorradfahrer aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte jetzt 1050 Euro Strafe zahlen. Dem 29-Jährigen aus einem Dorf bei Stavenhagen wird vorgeworfen, Anfang März ein verletztes Reh auf einem Feld immer wieder mit Absicht überfahren zu haben.

Umfangreiche polizeiliche Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur des 29-Jährigen gebracht. Schließlich forderte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl wegen Tierquälerei über 30 Tagessätze zu je 35 Euro, dem der zuständige Richter in Demmin nun zustimmte, wie das Gericht mitteilte.

Gavel, symbol of judicial decisions and justiceDabei war der Beschuldigte bei dem Vorfall nicht allein, die Gruppe bestand bei der Ausfahrt aus acht Bikern mit ihren Maschinen, wie die Polizei herausfand. Ein Jäger hatte das Reh mit gebrochenen Gliedmaßen am 2. März auf einem Feld bei Tüzen gefunden. Das weibliche Tier wurde, um ihm weitere Qualen zu ersparen, getötet. Da es eine Menge Motorradspuren auf dem Acker um das Tier herum gab, waren anfangs auch mehrere Biker unter Verdacht, an der Tierquälerei beteiligt gewesen zu sein.

Schließlich stellte sich heraus, dass das Reh vorher vor ein Krad eines anderen Fahrers gelaufen sein soll und bei dem Zusammenstoß verletzt worden war. Danach soll der 29-Jährige noch mehrfach über das verletzte Reh gefahren sein, was dem Tier erhebliche Schmerzen bereitete, wie ein Ermittler sagte.

Der Beschuldigte kann gegen diesen Strafbefehl noch Rechtsmittel einlegen. Das sei zwei Wochen nach Zugang des Bescheides möglich. Dann würde es allerdings zu einer öffentlichen Verhandlung im Gericht kommen.


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