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67 Jahre alte Anwältin in Waren erschossen

1. Februar 2018

Drei Schüsse in der Mittagspause: Was sich anhört wie der Titel eines Krimis ist in Waren heute leider Realität gewesen: Kurz nach 12 Uhr hat ein bislang noch unbekannter Mann in einer Kanzlei in der Mauerstraße eine 67 Jahre alte Frau erschossen, ja offenbar regelrecht hingerichtet. Andere Personen, die sich in dem Haus aufhielten, hatten die Schüsse gehört und die Polizei gerufen. Die Beamten fanden die Frau schließlich tot in ihrem Büro, auch der Notarzt konnte nicht mehr helfen.

Warum, weshalb, warum. Auf all diese Fragen gibt es, so Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler, noch keine Antworten. Er war selbst vor Ort, um sich ein Bild zu machen und berichtet von drei Projektilen, die gefunden wurden sowie Fahndungsmaßnahmen, die auf Hochtouren laufen. Schon kurz nach der Tat kreiste ein Hubschrauber über Waren, an den Ortsausgängen wurden alle Autos, die aus der Stadt fuhren, kontrolliert. Bislang alles ohne Erfolg.

Der Oberstaatsanwalt spricht von ersten Hinweisen auf den Täter, konkreter kann er noch nicht werden. Und er kann vor allem nicht ausschließen, dass eine Gefahr für andere besteht. Auch jetzt noch nicht, denn die Waffe trägt der Täter offenbar noch bei sich. Zumindest wurde sie weder vor Ort noch in der Umgebung gefunden. Insofern haben einige Lehrer in Waren genau richtig reagiert: Sie informierten die Elter, ließen die Kinder abholen und sie so lange auch nicht draußen spielen.

Innerhalb kürzester Zeit trafen in der Mauerstraße sowohl Polizisten in Uniform zur Absicherung als auch Ermittler der Neubrandenburger Mordkommission sowie Rechtsmediziner aus Greifswald ein. Morgen, so Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler, wird die Frau obduziert, mit einem Ergebnis rechnet er am Nachmittag.

„Müssen wir Angst haben, um unsere Kinder und uns?“, diese Frage haben sowohl Polizisten als auch Pressevertreter vor Ort heute mehrfach gehört. Eine Antwort darauf kann zur Stunde noch niemand geben. Auch nicht auf die Frage, ob sich Täter und Opfer vielleicht kannten.

„Wir sind Müritzer“ war heute einige Stunden vor Ort und wird auch umgehend berichten, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

Unsere Gedanken sind aber auch bei der Familie der Anwältin, die Mann, Kinder und Enkelkinder hinterlässt.

 


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