MÜR, MÜR und nochmals MÜR!

16. August 2013

Von Antje Rußbüldt-Gest

Müritz-Region. Na, liebe Autofahrer, schon mal einem Wagen mit dem Kennzeichen MSE begegnet? Dann sollten Sie unbedingt Lotto spielen, denn MSE-Nummernschilder sind auch knapp einen Monat nach ihrer Einführung so selten wie die Freunde der unbeliebten Kreisgebietsreform.

Das belegen Zahlen, die Peter Handsche, Sachgebietsleiter Straßenverkehr im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ nennt. Demnach haben seit dem 22. Juli lediglich rund 270 Autobesitzer ein Kennzeichen mit den Anfangsbuchstaben MSE für ihre Wagen verlangt. Nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte größer als das Saarland ist und dass in den  Zulassungsstellen des Landkreises im Jahr um die 180 000 Verwaltungsvorgänge behandelt werden. Aber: Immerhin rund 3700 MSE-Kennzeichen wurden reserviert. Vorrangig von Autohäusern, Speditionen oder Firmen, die einfach die Chance wittern, mit dem neuen Kennzeichen auch ihre gewünschten Buchstaben-Kombinationen unterbringen zu können, und sich gleich ganze Flotten sichern, also beispielsweise MSE RM 1.

Wie viele von den bereits ausgegebenen MSE-Kennzeichen im Bereich des Altkreises Müritz vergeben wurden, lässt sich nicht feststellen. Andreas Krause vom Schilderdienst „K&K“ am Amtsbrink in Waren jedenfalls musste diese Buchstabenkombination noch nicht so häufig prägen. Aber auch WRN und RM, wurden bislang eher wenig  gewünscht. „Am besten gehen MÜR, MST und DM. Es folgen WRN, RM, MC, NZ und NB. Am beliebtesten bleibt aber MÜR“, erzählt Peter Handsche.

Die Müritzer lieben eben ihr MÜR.

Übrigens: Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist nicht nur der größte in Deutschland, sondern auch der Kreis, mit den meisten Kennzeichen. Inzwischen gibt es nämlich 10. Und zwar MSE, MÜR, MST, DM, MC, WRN, RM, NB, NZ, AT.

Viel Spaß, beim Auswählen. Denn auch ein Warener kann theoretisch ein MC-Nummernschild wählen, ein Röbeler das NB. Ist eher unwahrscheinlich, geht aber.

Was dieses Kennzeichen-Wirrwar für die Mitarbeiter der Zulassungsstellen bedeutet, kann sich bestimmt jeder vorstellen.

Zum Bild: Andreas Krause vom K&K-Schilderdienst am Amtsbrink zeigt das MSE-Kennzeichen, das er bislang aber noch nicht so häufig prägen musste.

Krause


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