Alte Mülldeponie „wandert“ an den Straßenrand

26. März 2014

Muell2Diese Bilder zeigen nicht etwa eine reguläre Mülldeponie. Nein, das ist der Anblick, der sich Autofahrern bietet, die von Walow in Richtung Kogel unterwegs sind. Und das nicht erst seit gestern, sondern seit Monaten. Nur ein paar Bäume trennen den Müll von der Straße. „Wir sind Müritzer“ hat beim Bürgermeister der Gemeinde Walow, Wolfgang Rathsack, nachgehakt.

Seinen Aussagen zufolge handelt es sich bei dem Gelände um eine ehemalige Deponie. Auf die Fläche hat ein Investor eine riesige Solaranlage gesetzt. Mit dem Eigentümer sei vereinbart gewesen, dass er die Deponie beräumt. Allerdings gab es dann mehrere Probleme. Zum einen hat der Eigentümer gewechselt. Zum anderen lag auf den Areal mehr Müll, als im Vertrag verzeichnet.

„Das, was man jetzt dort sieht, ist nur noch die Hälfte dessen, was dort mal gelegen hat. Es wurde also schon einiges entsorgt“, sagte Wolfgang Rathsack auf Nachfrage. Zufrieden ist er mit der augenblicklichen Situation aber natürlich nicht. Denn dass der Müll so dicht an die Straße geschoben wurde, passt der Gemeinde gar nicht. „Wir haben aber keine Handhabe, weil es nicht unser Grundstück ist, sind aber mit dem Investor im Gespräch. Ich hoffe, dass wir schnell eine gute Lösung finden“, so der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Walow. Auch hier ist alles eine Frage des Geldes. Denn die Entsorgung kostet.

Bis zu einer Einigung hilft wohl nur frisches Laub an den Bäumen, um den vielen Urlaubern, die in der Saison auf dieser Strecke en gros unterwegs sind, diesen Anblick zu ersparen.

Fotos: Heiner Dittrich

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Eine Antwort zu “Alte Mülldeponie „wandert“ an den Straßenrand”

  1. Heiner Dittrich sagt:

    Die Antwort des Bürgermeisters zeigt deutlich, wie schwach und seicht unsere kommunalen Vertreter reagieren!
    Es gibt doch Möglichkeiten, übergeordnete Verbände und Behörden einzuschalten, wenn es um die Verunstaltung
    und Verseuchung von Umwelt und Natur geht! Keineswegs akzeptabel ist, dass ein „Eigentümer“ solchen Frevel hinter-
    lässt. Ämter müssen einfach engagierter ihren Pflichten und ureigentlichen Aufgaben nachkommen; hier Auflagen und Strafandrohungen auszusprechen. Natürlich gehört dazu eine gesunde Einstellung, weniger „Ängste“ vor oftmals augeblähten bürokratischen Hürden und der notwendige Biß in den Behörden. All das vermisst man zunehmend
    in unserem Land.
    Eine Müllansammlung solchen Ausmaßes zu dulden und zugleich auf das Grün der Bäume zu hoffen: das ist Zynismus!

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