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Ambulant vor stationär: In MV wird häufig zu Hause gepflegt

10. November 2017

Mehr als drei Viertel der Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern werden laut Pflegestatistik zu Hause betreut. Fast die Hälfte ausschließlich durch Angehörige und gut 26 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause mit Hilfe eines ambulanten Dienstes. Darauf machte Sozialministerin Stefanie Drese auf der Berliner Pflegekonferenz aufmerksam, deren Partnerland Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr ist.

„Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In MV wird der Wunsch der meisten älteren Menschen, ihren Lebensabend solange wie möglich zu Hause zu verbringen, im außerordentlichen Maße berücksichtigt. Wir wollen als Land die engen Angehörigen der Pflegebedürftigen zukünftig aber noch besser entlasten, unterstützen und beraten“, betonte Ministerin Drese.

Hierzu gehört nach Ansicht von Drese auch der Grundansatz in der Pflegepolitik in MV „ambulant vor stationär“. Drese: „Dafür benötigen wir einen intelligenten Mix aus professioneller, familiärer und ehrenamtlicher Pflege für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Deshalb wollen wir, begleitet von integrierten Pflegesozialplanungen in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, diese Netzwerke sinnvoll weiterentwickeln und etablieren.“

Für Drese beginnen diese Struktur- und Hilfsangebote nicht bei der Pflege, sondern zunächst bei der stetigen Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege.

Die Ministerin hob zudem viele Initiativen und Projekte im Land hervor, die zeigen, dass der demografische Wandel auch positiv gestaltet werden kann und den sozialen Zusammenhalt vor Ort auch zwischen Alt und Jung stärkt. Drese: „Damit mobilisieren wir die der Gemeinschaft innewohnenden Kräfte. Denn nur gemeinschaftlich, durch Aktivierung und zielgerichteter Unterstützung familiärer, ehrenamtlicher und kommunaler Strukturen vor Ort, werden wir den wachsenden Herausforderungen in der Zukunft gerecht werden können. Auf diesem Weg sind wir in den letzten Jahren auch durch das stetig steigende bürgerschaftliche Engagement im Land enorm vorangekommen.“

„Wenn Berlin von sich behauptet, arm, aber sexy zu sein, können wir stolz verkünden, Mecklenburg-Vorpommern ist alt, aber glücklich“, so Ministerin Drese vor über 600  Experten und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und der Pflegebranche auf der Berliner Pflegekonferenz.


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