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Arzt drückt für Osteopathie-Diplom noch einmal die Schulbank

26. Januar 2016

In seinem Alter bereiten sich viele schon auf den bevorstehenden Ruhestand vor. Nicht so Dr. Dieter Hotzelmann. Der Warener Allgemeinmediziner hat noch einmal die Schulbank gedrückt und beendete die umfangreiche und intensive Ausbildung jetzt mit dem Diplom für Osteopathie. Damit ist er nach eigenen Aussagen der einzige Arzt weit und breit, der dieses Diplom führen darf.

Ho2„Ich war natürlich der älteste in meinem Kurs, aber ich wollte diese Ausbildung unbedingt“, erzählt der 64-Jährige. Schon seit  mehr als 30 Jahren wendet der Arzt die Manualtherapie an und hat gemerkt, dass sie hin und wieder an ihre Grenzen stößt.
„Ich habe mich selbst geärgert, wenn ich Patienten helfen konnte, sie aber nach einigen Monaten wieder unter ein- und denselben Beschwerden litten. Also musste es dafür andere Ursachen geben. Die Osteopathie nennt die Antworten“, so Hotzelmann, der die „Arbeit mit meinen Händen“ ein Hobby nennt.

So gebe es im Körper viele Zusammenhänge, die man normalerweise gar nicht vermutet. Beispielsweise können bei Schmerzen im Bein Probleme im Kiefergelenk die Ursache sein. „Manchmal haben die Patienten schon jahrelang Beschwerden, die mal besser werden, aber immer wieder zurückkehren, und schon nach wenigen Osteopathie-Behandlungen sind die Schmerzen verschwunden“, berichtet Dr. Dieter Hotzelmann, der auch die Fußballer des SV Waren 09 und des Malchower SV betreut.

Die Osteopathie, die von vielen Kassen anerkannt und bezahlt wird, wende er allerdings nur an, wenn die Manualtherapie nicht ausreicht. Ganz wichtig: „Sowohl der Patient als auch ich brauchen während der Behandlung Ruhe. Deshalb ist mein Telefon dann auch ausgeschaltet“, sagt der Mediziner, der zudem Kur- und Badearzt ist und die Osteopathie-Behandlugen künftig in seinem Raum im Kurzentrum auf dem Nesselberg anbieten will.

Foto: Dr. Dieter Hotzelmann demonstriert an der Medizinischen Fachangestellten Nicole einige Handgriffe der Osteopathie.

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