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Bald legale Bordelle an der Müritz?

2. Oktober 2014

Warens Stadtvertreter werden sich noch in diesem Monat mit dem Thema Prostitution beschäftigen. Beschäftigen müssen. Das möchte der FDP-Stadtvertreter Toralf Schnur. Er hat den Antrag gestellt, dass die Stadtvertretung den Bürgermeister beauftragt, nach Möglichkeiten zu suchen, der offenkundig illegalen Prostitution in Waren entgegen zu wirken.

Dabei soll die Verwaltung vor allem überprüfen, ob Standorte für die Ausübung legaler Prostitution ausgewiesen werden können, um so die illegale Prostitution zu bekämpfen. Ein entsprechender Bericht soll bis Ende November von der Stadtverwaltung vorgelegt werden.

In Mecklenburg-Vorpommern legt eine Landesverordnung von 1992 fest, dass die Prostitution zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstandes für das gesamte Gebiet einer Gemeinde mit bis zu 15 000 Einwohnern verboten ist. In Waren wäre sie bei rund 21 000 Einwohner also möglich. Allerdings  gibt einen Beschluss der Stadtvertretung aus den 90-er Jahren, wonach sie in der Müritzstadt nicht gewünscht wird.

Was nicht heißt, dass es sie nicht gibt. Einer aktuellen Polizeistatistik zufolge existieren in Waren mindestens fünf Wohnungen, in denen der Prostitution nachgegangen wird. Auch eine bordellartige Einrichtung, so das Polizeideutsch, soll existieren. Taxifahrer berichten noch von weitaus mehr „Etablissements“.

Und es gibt Experten, die eine Legalisierung fordern. Aus mehreren Gründen, vor allem, weil die Illegalität nachweislich weitere Straftaten nach sich zieht und die Frauen in legalen Bordellen besser über – und bewacht werden können. Die Meinungen darüber gehen allerdings auseinander.

Woman in leather mini skirt

© Photographee.eu – Fotolia.com


Eine Antwort zu “Bald legale Bordelle an der Müritz?”

  1. MAK sagt:

    Interessanter Artikel. Hoffentlich wird das Anliegen heiß in der Bürgerschaft diskutiert!!
    Damit es aber in die richtige Richtung geht und zeitgemäß behandelt wird, hier ein Denkanstoß:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/hure-spielen-melissa-grant-befeuert-prostitutions-debatte-a-993039.html

    Fazit: legalisieren ja, aber vor allem tragt Sorge dafür, dass gut ausgebildet wird und gutbezahlte Arbeitsplätze für Frauen geschaffen werden!!
    Da sollte Euer Hauptaugenmerk liegen und all Euer Engagement hingehen!!
    Von „Wir sind Müritzer“ erwarte ich, dass Ihr auch weiterhin hier kritisch berichtet und hinschaut!!

    Schöne Grüße!!

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