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BARMER GEK verschenkt Brotboxen und gibt Tipps zum Schulstart

18. August 2016

Nur noch zweieinhalb Wochen, dann geht sie los – die Schule. Für viele Mädchen und Jungen der Müritz-Region zum allersten Mal. Der Schulanfang stellt Kinder vor neue Herausforderungen. Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sind gefragt.
Deshalb gehört auch eine gesunde Pausenverpflegung in den Schulranzen. Mario Homuth, Bezirksgeschäftsführer der BARMER GEK in Waren, gibt Eltern praktische Tipps: „Nicht alles, was die Lebensmittelindustrie als gesunde Zwischenmahlzeit anpreist, ist für Kinder geeignet. So haben z.B. Energy-Drinks im Schulranzen nichts verloren und Süßigkeiten sollten die absolute Ausnahme sein. “

Ein selbstbelegtes Vollkornbrot und frisches Obst sind optimale Lieferanten für Kohlenhydrate, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, die Kinder brauchen. Aus Möhren, Stangensellerie oder Kohlrabi lassen sich leckere Gemüse- Sticks herstellen.

Mario Homuth rät Eltern, die Kinder bei der Vorbereitung der Pausenmahlzeit miteinzubeziehen. „Mit kleinen Aufgaben wie Gemüse putzen, Sandwich belegen oder Früchte in den Quark rühren, lernen Kinder, mit Lebensmitteln umzugehen und Verantwortung für die eigene Ernährung zu übernehmen.“

Und der Warener Barmer-Chef appelliert an die Vorbildfunktion der Eltern: „Wer seinem Kind ein Vollkornbrot für die Schule belegt, selbst aber einen Schokorigel mit zur Arbeit nimmt, wird es nicht von gesunder Ernährung überzeugen können.“

Um den gesunden Start ins neue Schuljahr zu erleichtern, können sich Eltern bei der BARMER GEK in Waren für jedes Kind eine Brotbox und einen Stundenplan abholen.

Was kommt in die Schultüte?

SchulanfangUnd hier noch ein paar Infos zur Geschichte der Schultüte: Schultüten haben in Deutschland eine lange Tradition. Die ersten Hinweise auf Schultüten gibt es bereits aus dem frühen 19. Jahrhundert aus Thüringen und Sachsen.
Verschenkt wurde bereits damals Süßes. In Jena bekamen einzelne Kinder – im Jahr 1817 erstmals erwähnt – kleine Papiertüten mit Gebäck. Auch in Sachsen gab es um das Jahr 1820 erste Schultüten, die mit Konfekt oder Süßwaren aus der Konditorei gefüllt waren. Historiker vermuten, dass man mit diesem Brauch die Schulanfänger und ihren großen Tag feiern und ihnen diesen Tag an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt gleichzeitig so angenehm wie möglich gestalten wollte. Vielleicht war es auch eine Art Trostpflaster für den nun beginnenden „Ernst des Lebens“ in der Schule. Auch heute erhalten Kinder, vor allem in Deutschland und in der Schweiz sowie in Österreich, zum Schulbeginn eine Schultüte.

Für die Kinder des 19. Jahrhunderts waren Konfekt und Süßigkeiten vom Konditor etwas wirklich Besonderes. Heute ist Konfekt vom Konditor vielleicht immer noch nicht alltäglich, wohl aber Süßwaren im Allgemeinen. Daher essen zahlreiche Kinder heute viel zu viel Süßes.
Laut der Kiggs-Studie essen 16 Prozent der befragten Mädchen und Jungen im Alter von null bis 17 Jahren mindestens einmal am Tag Schokolade, andere Süßigkeiten werden von 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen täglich genascht.
Im Teilmodul Ernährung der KiGGS-Studie ESKIMO kommen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass der Kalorienanteil von Süßwaren, Knabberartikeln und Limonade bei den sechs- bis elfjährigen Mädchen und Jungen nahezu 50 Prozent der Gesamtenergiezufuhr beträgt.

Dennoch wäre es falsch, auf Süßigkeiten in der Schultüte ganz zu verzichten. Was verboten ist, ist schließlich nicht nur für Kinder besonders interessant. Der aid-Infodienst und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen, die Gesamtenergiezufuhr aus Süßwaren auf 10 Prozent der Gesamtenergie zu beschränken. Die gute Nachricht dabei ist, dass mit Genuss und Bedacht Süßwaren durchaus erlaubt sind.
Wer also mag, darf seinem ABC-Schützen den Schulstart mit einer ausgewählten kleinen Menge an Süßwaren versüßen. Als Ergänzung oder Alternative zu Süßwaren kann man dem Kind druckfestes Obst wie zum Beispiel Äpfel mitgeben.

Darüber hinaus sind der Phantasie beim Füllen keine Grenzen gesetzt. Besonders geeignet sind bunte Butterbrotdosen, die die Kinder mit Pausenbrot gefüllt in die Schule mitnehmen können. Da Kinder viel trinken müssen, sind auch Trinkflaschen in der Schultüte empfehlenswert. Neben Ernährung ist die Bewegung für Kinder wichtig. In die Schultüte passen daher Kleinigkeiten, die zur Bewegung animieren, etwa ein Springseil oder ein Gummiband.

Da Kinder im Einschulalter gerne malen, sind auch Buntstifte, Malblöcke, ein ausgefallener Bleistift oder ein Radiergummi für die Schultüte gut geeignet. Für die dunkle Jahreszeit ist es empfehlenswert, an Lichtreflektoren zu denken. Auch diese passen gut in die Schultüte, vor allem dann, wenn auf dem Lichtreflektor ein Lieblingsmotiv des Kindes abgebildet ist.

Frühstück und Pausenbrot

Die Schultüte ist das Symbol für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Für die Kinder in dieser Lebensphase besonders wichtig ist die Zeit, die die Eltern ihnen widmen. Dazu gehören insbesondere gemeinsame Mahlzeiten, beginnend beim Frühstück. Die DGE rät Eltern, nach Möglichkeit morgens mit den Kindern zu frühstücken und ihnen eine vollwertige Zwischen-Mahlzeit als Pausenbrot mitzugeben. Für das Pausenbrot sind folgende Nahrungsmittel gut geeignet:

  • Vollkornbrot oder Vollkornbrötchen
  • Milchprodukte wie Milch, Joghurt, Quark oder Käse
  • Ein Stück Obst oder Gemüse wie Apfel, Birne, Pfirsich, Möhre, Radieschen, Gurke
  • Ausreichend Getränke als Durstlöscher, zum Beispiel Wasser und
  • gegebenenfalls ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee oder eine Fruchtsaftschorle im Verhältnis 1:5 bis maximal 1:3 Saft zu Wasser.

Wer lieber Wurst als Käse auf dem Pausenbrot mitnimmt, darf gerne auch auf fettarmen Belag, wie Schinken, Corned Beef oder Wurst aus Geflügelfleisch ausweichen. Auch Gurkenscheiben als Brotbelag können eine Alternative zu Käse sein.


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