Bei Müritz Zink läuft’s wieder rund

25. November 2013

Zink4Vier Wochen nach der Explosion bei Müritz Zink läuft in dem Warener Unternehmen seit heute wieder die ganz normale Produktion. Keine Selbstverständlichkeit, denn die Explosion – vermutlich ausgelöst durch einen Hohlkörper – beschädigte nicht nur den großen Verzinkungskessel erheblich.

Bei dem Unglück vor vier Wochen erlitten drei Mitarbeiter durch das 450 Grad heiße Zink Verbrennungen (WsM berichtete). Zwei von ihnen konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus schnell wieder verlassen, Mitarbeiter „Michi“ hat’s schwerer am Arm erwischt. Er musste eine Woche im Krankenhaus Neubrandenburg behandelt werden, befindet sich aber nach Auskunft von Geschäftsführer Thomas Wagner auch wieder auf dem Weg der Besserung. „Seine komplette und hoffentlich narbenfreie Genesung wird noch einige Wochen andauern“, so Thomas Wagner.
„Gott sei Dank haben unsere Leute wirklich alle Sicherheitsvorschriften beachtet, sonst hätte alles viel schlimmer ausgehen können“, erklärte der Geschäftsführer und machte zum heutigen symbolischen Produktionsstart noch einmal deutlich, dass es sich um einen nicht vermeidbaren Unfall gehandelt habe und alle nötigen Arbeitsschutzmaßnahmen funktionierten.

Mitarbeiter schieben Sonderschichten

Den Gesamtschaden, der an den Geräten und durch den Produktionsausfall entstand, gibt der Geschäftsführer mit mehr als 500 000 Euro an. Ohne die Hilfe, die das Unternehmen in den vergangenen Wochen erfahren habe, wäre der Schaden wohl noch höher ausgefallen. „Uns haben Unternehmen aus der Nachbarschaft wie Forus und S&M Bau unterstützt und auch Unternehmen in Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt, die in der Zwischenzeit das Verzinken unserer Aufträge übernommen haben“, berichtete Andrea Gralak als Geschäftsführende Gesellschafterin. Sie lobt ausdrücklich auch ihre Mitarbeiter, die in den vergangenen Wochen ebenfalls tatkräftig mit anpackten und selbst an den Wochenenden schufteten, damit die Produktion heute wieder starten konnte. „Die Mitarbeiter haben beispielsweise geholfen, die Halle von dem ausgelaufenen Zink – immerhin rund 30 Tonnen – zu befreien, eine sehr mühselige Arbeit“, so Andrea Gralak.

Die Firma Müritz Zink arbeitet seit 1999 im Gewerbegebiet Waren-Ost und ist das einzige Unternehmen weit und breit, das sowohl feuerverzinkt als auch pulverbeschichtet, und zwar beides in sehr hoher Qualität. „Da haben wir ein Alleinstellungsmerkmal und das schätzen unsere Kunden in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen“, sagte Thomas Wagner. Derzeit sind bei Müritz Zink rund 40 Frauen und Männer beschäftigt, darunter sechs Auszubildende.


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