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Beliebte „Möwe“-Nudeln fliegen aus Sky-Regalen

15. August 2017

Bei vielen Müritzern kommt nur eine Nudelmarke in den Einkaufskorb – „Möwe“ muss es sein. Doch seit ein paar Tagen suchen Kunden die „Himmlischen“ und „Meine Liebsten“ in einem Markt vergebens – „Sky“ hat die Produkte des Warener Traditionsunternehmens nicht mehr im Sortiment. Und das hängt mit der Übernahme von Sky (Coop) durch REWE zusammen, wie „Möwe“-Chef Wolfgang Sengewisch auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ erklärte.

„Dort, wo bisher noch meine ‚Möwe‘-Nudeln im Regal standen klafft jetzt regelrecht ein Loch“, erzählt eine Kundin und findet diese Entwicklung gar nicht gut.

„Leider sind wir bei REWE nicht gelistet und haben es auch trotz intensiver Bemühungen bisher nicht geschafft. Deshalb verschwinden unsere Produkte derzeit aus den Sky-Läden“, bedauert Geschäftsführer Wolfgang Sengewisch.

Der Kölner Handelsriese REWE will nach eigenen Angaben bis Ende 2018 alle 163 Sky-Märkte in Norddeutschland in Rewe umtaufen, einige Märkte, wie der Malchower, verschwinden aber auch ganz.

Doch die Müritzer gucken zum Glück nur in diesem Markt in leere Regale – „Möwe“-Nudeln gibt es unter anderem bei EDEKA, famila, im schwarz-gelben Netto sowie bei Kaufland in Neubrandenburg und Wittstock.

Möwe produziert seit mehr als 60 Jahren in Waren, derzeit sind im Unternehmen 45 Frauen und Männer beschäftigt.

2011 wollte sich der spanische Konzern, zu dem die „Möwe“ seinerzeit gehörte, des weit abgelegenen Betriebes an der Müritz entledigen – eine Schließung stand kurz davor. Doch Geschäftsführer Wolfgang Sengewisch, seit 1989 an der Spitze der Firma,  gab nicht auf, sondern übernahm das traditionsreiche Teigwarenwerk. Kein einfacher Schritt, denn die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns essen durchschnittlich nur zwei Kilo Nudeln im Jahr. Zum Vergleich: Deutschlandweit sind’s 8 Kilo pro Kopf, die Schwaben schaffen 13 bis 16 Kilo und die Italiener satte 26.

Doch die „Möwe“ hat ihren Markt gefunden. Rund 60 Tonnen Nudeln, also 600 000 Portionen, verlassen das Werk am Alten Bahndamm täglich. In Deutschland liegen die „Himmlischen“ und „Meine Liebsten“ im Nordosten mit den Großstädten Berlin und Hamburg in den Verkaufsregalen.

Aber auch im Ausland weiß man die Nudel von der Müritz zu schätzen. In Skandinavien, dem Baltikum, in den Benelux-Länder, aber auch in Kanada, den USA, in Japan und China kochen „Möwe“-Nudeln in den Töpfen. Darüber hinaus „verschwinden“ viele Nudeln aus Waren in den verschiedensten Fertiggerichten.

Gegenwärtig muss Chef Wolfgang Sengewisch viele Fragen in Sachen „Fipronil“ beantworten. Doch der Warener kann alle Verbraucher beruhigen: „Unsere Nudeln sind einwandfrei, niemand muss sich Sorgen machen. Die Wege unserer Rohstoffe können genau zurückverfolgt werden. Wir wissen, welches Ei und welcher Hartweizen in welcher Packung Nudeln steckt“, berichtet der Geschäftsführer. Bei rund 350 000 Eier, die in der „Möwe“ in nur einer Woche verbraucht werden, ein Riesen-Aufwand. Denn jedes Ei wird registriert.

Zeichnung: Joachim Kluge


Eine Antwort zu “Beliebte „Möwe“-Nudeln fliegen aus Sky-Regalen”

  1. W.Sengewisch sagt:

    Ein bequemer Weg, sich mit Möwe-Erzeugnissen zu versorgen, ist natürlich auch über den Online-Einkauf möglich.
    Über die Webseite der Firma http://www.moewe-teigwaren.de kann ein Link zum Soriment und Versand erreicht werden – eine Bestellung wird dann innerhalb von 2-3 Tagen realisiert.

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