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Betrüger drohen mit Pfändungen

5. Juli 2017

Wir fordern Sie mit Nachdruck letztmalig auf,…..“ Gleich drei Geschädigte im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg haben gestern Mahnschreiben mit derartigem Inhalt erhalten. Absender war eine DED Group aus Aachen, die damit die „1. Mahnung – Außerordentliche Kündigung“ verschickt. Die DED-Group oder auch DEC-Group gibt es nicht. Doch angeblich vertritt sie den Fachverband der Lotterie und Glücksspielanbieter und fordert Beitragszahlungen ein.

In allen Fällen (Ribnitz-Damgarten, Anklam und Waren) war es die gleiche Summe. 794 Euro wurden gefordert, doch dank eines Vergleichsangebotes würde dies auf 254 Euro reduziert werden. Der vorgefertigte Überweisungsträger wurde gleich mit beigefügt. Das begünstigte Konto liegt im Ausland.

Bei diesen Schreiben handelt es sich um Betrug. Die Täter agieren bundesweit und hoffen einfach auf die Angst der Empfänger, die nicht bereit sind, sich auf einen möglichen Rechtsstreit einzulassen und einfach überweisen.

„Überweisen Sie in keinem Fall. Achten Sie auf die angegebene Kontonummer. Das Geld geht oft nach Rumänien oder Bulgarien (Kürzel BG oder RO) und ist nach einmal geleisteter Überweisung nicht wiederzuerlangen“, so die Polizei.

In den drei angezeigten Fällen, haben die Geschädigten nicht überwiesen.

Doch auch am Telefon waren die Betrüger wieder aktiv:  Bei Mirow erhielt ein 64-Jähriger einen Anruf vom „Amtsgericht Stuttgart“. Es gäbe einen Strafbefehl von 5000 Euro. Grund sei ein Wettspiel. Sollte der Mann nicht zahlen, würden am Nachmittag Beamte kommen und Gegenstände pfänden. Dem Geschädigten wurde eine Telefonnummer genannt. Als der 64-Jährige dort anrief, ertönte eine Bandansage, in der es hieß, dass die Nummer durch Betrüger missbraucht wird und er Anzeige erstatten soll.

Bei Schloen erhielt eine 77-Jährige einen Anruf von einem Mahngericht. Sie habe Schulden in Höhe von 13.000 Euro. Bei außergerichtlicher Einigung reduziere sich die Summe auf 4000 Euro. Sie zahlte nicht.

In Strasburg erhielt eine Frau den Anruf von der „Deutschen Rentenversicherung“. Die Geschädigte war im Jahr 2015 bereits einmal Opfer eines solchen Betruges geworden und hatte mehrere Tausend Euro verloren. Der dreiste Anrufer gab an, dass auf die damalige Summe nun noch Steuern zu zahlen seien. Sie informierte die Polizei.

In Pasewalk erhielt eine 82-Jährige den Anruf einer Lottogesellschaft. Sie habe 28.000 Euroewonnen. Zwei Männer würden das Geld bringen. Für den Transport sind jedoch 1.200 Euro fällig. Die Seniorin fiel nicht darauf hinein.

 


Eine Antwort zu “Betrüger drohen mit Pfändungen”

  1. Leser sagt:

    Wir haben in letzter Zeit oft von derlei Dingen gehört. Rentner werden aufgefordert, Bearbeitungsgebühren für Gewinne zu zahlen, jetzt dies hier, aber komischerweise (einen solchen Rentner kenne ich persönlich) ist dies alles in Deutschland erlaubt, denn auch von denen, die ich kenne, habe ich nie gehört, daß Strafverfolgungsbehörden ermittelt haben.

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