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Blüten in Blumenläden – Kripo klärt Fälle von Falschgeld

4. November 2017

Im Sommer dieses Jahres sind in mehreren Städten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 50-Euro-Blüten aufgetaucht. Das Auffällige: Bezahlt wurde damit vor allem in Blumenläden. Die Personenbeschreibung des zahlenden Kunden war in allen Fällen geradezu identisch. Der junge Mann hatte mit dem Geld einen Blumenstrauß für etwa zehn Euro gekauft und sich das Restgeld auszahlen lassen. Die Fälschungen waren den Verkäufern erst später oder bei Einzahlung in der Bank aufgefallen. Jetzt schnappte die Falle zu.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernahm die Ermittlungen in diesen Fällen. Nach akribischer Ermittlungsarbeit rückte ein 19-Jähriger in den Fokus der Beamten. Dabei unterstützten auch die Beamten im benachbarten Brandenburg tatkräftig. Dem Präsidium in Potsdam waren ähnliche Fälle in Blumengeschäften gemeldet worden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg konnte beim zuständigen Amtsgericht ein Durchsuchungsbeschluss bei einem 19-Jährigen aus Strasburg erwirkt werden. Bei dessen
Wohnungsdurchsuchung wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die den Verdacht erhärteten, dass der Beschuldigte in mindestens zehn Fällen in Mecklenburg-Vorpommern Falschgeld in Verkehr gebracht hat.

Es waren Blumengeschäfte in Stavenhagen, Altentreptow, Demmin, Dargun, Neubrandenburg und Neustrelitz betroffen. Die Zusammenarbeit mit der Landespolizei Brandenburg brachte ans Tageslicht, dass der 19-Jährige auch für vier Fälle im Bereich Eberswalde und Schwedt dringend tatverdächtig ist.

In der Wohnung des Beschuldigten wurden weitere falsche 50er beschlagnahmt. Nach bisherigen Erkenntnissen erwarb der Mann diese im sogenannten Darknet. Die Auswertung der Beweismittel ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen stehen daher noch ganz am Anfang.


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