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Bundeschef der AWO nennt Praxis beim Müritz-Kreisverband „einmalig“ und spricht von Rufschädigung

16. August 2016

Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt sieht die Vorgänge beim Müritz-Kreisverband als „bisher einmalig“ an. „Ich sehe mich in der Pflicht, für den guten Ruf der Arbeiterwohlfahrt zu sorgen und den sehe ich hier geschädigt“, erklärte der AWO-Bundesvorsitzender Wolfgang Stadler am Dienstag in Waren. Dort hatte Stadler sich mit dem Landesverband, darunter auch Rudolf Borchert (SPD), Anwälten und dem Kreisverband beraten.

Um es kurz zu machen: Konkrete Ergebnisse wurden noch nicht verkündet. Die Resultate einer Prüfung der AWO-Praxis in Waren durch die Anwälte aus Neustrelitz sollen an diesem Freitag in Schwerin beim Landesverband vorgestellt werden.

AwoLogoAber Stadler wurde doch etwas deutlicher: Ein Ehrenamt und hauptamtliche Beschäftigung dürften nicht vermengt werden – wie im Fall der Kreisvorsitzenden Götz-Peter Lohmann geschehen. Und es gehe um die Angemessenheit von Gehältern bei einem Sozialverband.

Hintergrund sind seit Monaten laufenden Auseinandersetzungen im AWO-Kreisverband. Im Juni hatte der Kreisvorstand den Geschäftsführer Peter Olijnyk wegen Verdacht auf finanzielle Unregelmäßigkeiten vorfristig entlassen. Kurz danach legte auch Lohmann, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Stellvertreter im Awo-Landesvorstand seine Ämter nieder.

Lohmann wird vom Kreisvorstand vorgeworfen, in neun Jahren über eine Tochtergesellschaft des Kreisverbandes rund 700 000 Euro erhalten zu haben, ohne abrechenbare Leistungen erbracht zu haben.
Den Vertrag dafür soll Olijnyk damals am Kreisvorstand vorbei abgeschlossen haben. Damit hätte er nach Auffassung des Bundesverbandes gegen das Prinzip verstoßen, dass immer zwei Mitglieder des Vorstandes solche Verträge unterzeichnen müssten. Gegen Olijnyk und Lohmann wird unterdessen weiter wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Dies werde auch noch dauern, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.


14 Antworten zu “Bundeschef der AWO nennt Praxis beim Müritz-Kreisverband „einmalig“ und spricht von Rufschädigung”

  1. Enrico Asmus-Jung sagt:

    Hallo,
    die gesamte Berichterstattung zur AWO steht sicherlich im öffentlichen Interesse.
    Jedoch ist es als Mitarbeiter eines anderen AWO Kreisverbandes schon schlimm immer davon zu lesen (wie geht es den einzelnen Mitarbeitern der AWO Müritz erst damit)!
    Ich möchte hier einfach einmal meinen ganz großen Respekt allen Mitarbeitern der AWO Müritz aussprechen, die täglich ihre Arbeit machen und sich täglich motivieren aufzustehen und wohltätige Arbeit verrichten und gern Ihren „Dienst“ am Menschen verrichten, trotz der täglich negativen Berichterstattung.

    • Jens 66 sagt:

      Besonders diesen AWO Mitarbeitern gebührt ganz großer Respekt, das steht auch ganz außer Zweifel!!!!
      Um so mehr ist die Geldgier Einzelner zu verurteilen, die sich auf Kosten fleißiger Mitarbeiter derart bereichert haben. Scham kennen solche Leute leider nicht, sie machen es wie die Straußen…..Kopf in Sand und abwarten.

  2. Nase sagt:

    Ich glaube, diese sammelbecken des spd abfalls, genannt awo, praktizieren in ganz deutschland mit den gleichen methoden. Taschen fülllen und das gemeine volk am rande der legalität, zu kleinem obolus, schuften lassen.
    Das ist kapitalismus, wie ihn Karl Marx vor 150 jahren schon analysiert hat.

  3. Peter sagt:

    Der dringende Verdacht einer strafbaren Handlung durch die Herren Olijnyk und Lohmann wird durch die Staatsnwaltschaft geprüft und führt hoffentlich bald zu einem gerichtlichen Verfahren. Das kann nur im Sinne der AWO und der gesamten sozialen Dieste sein. Allerdings müssen auch die anderen Entscheidungs-und Verantwortungs!!!träger, die sich heute merkwürdigerweise unwissend stellen, mindestens sofort ihrer Ämter enthoben werden. Das gilt natürlich auch für die bisherige Stellvertreterin des Herrn Olijnyk und seine heutige- sich zu den Unregelmäßigkeiten unwissend stellende- Nachfolgerin. Solange diese mindestens unfähigen Amtsträger in ihren Aufgaben verbleiben, wird die AWO Waren nicht zur Ruhe kommen und in der öffentlichen Kritik verbleiben ….. auch, wenn das dem Bundesverband der AWO nicht paßt. Der bereits entstandene Imageschaden wirkt sich natürlich auf das Gesamtbild der AWO aus und belastet bedauerlicherweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, obgleich sie sich Tag für Tag zum Wohle der ihnen anvertrauten Patienten voll und ganz einsetzen. Dafür gilt ihnen Dank und Anerkennung!

  4. Sonja sagt:

    Das ist richtig. In den Kitas sowie in der Pflege wird von den Mitarbeitern vorbildliche Arbeit geleistet. Aber ich denke das es wenig bringt wenn der Leitungskopf der alte bleibt , vom Vorstand ganz zu schweigen. Stellt Euch mal vor Ihr sollt in einem Vorstand mitarbeiten und werdet gewählt dann liest man sich doch zuerst mal die bestehende Satzung durch um überhaupt zu wissen was sind meine Aufgaben und was gehört zu den Vorstandsaufgaben . Wenn die Vorsatandsmitglieder jetzt behaupten sie haben nichts gewußt dann ist es gelogen und sie haben aus irgendwelchen Gründen absichtlich weggeschaut und geschwiegen. Vor Jahren wurden den Mitarbeitern Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld gestrichen heute wissen wir warum . Aber Frau Ehlert bis dato Finanzchefin wußte auch nichts. Für wie blöd hält man die Menschen nur.

  5. Anja sagt:

    entweder die Mitglieder der Führungsriege haben schamlos und dreist gelogen oder sie waren völlig und erschreckend unfähig. Verantwortungslos ist beides. Das kann und darf nur zur unverzüglichen Amtsenthebung führen. Dazu gibt es keine, aber auch wirklich keine Alternative, soll der sowieso schon verursachte Imageschaden für die AWO nicht zu einer unendliche skandalösen Geschichte ausarten. Offenbar sind alle Beteiligten in der Führungsrige völlig ohne Schuld- bzw. Unrechtsempfinden. Das ist zutiefst erschreckend.

  6. Sonja sagt:

    Stimmt. Und für viele die denken es wird von Justizia schon Recht gesprochen , die werden sich noch wundern. Bei Ulli Höneß gings rund um 40 Millionen ,dafür war er ein halbes Jahr hinter Gitter und ein Jahr schon mit Freigang. Auf was für eine Strafe sollen denn die beiden Herren kommen ? Das den Mitarbeitern Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld gestrichen wurde, keine Lohnangleichungen gemacht wurden nur damit für sie selbst genug bleibt das wird alles nicht zählen. Und die Helfershelfer die für Schikanen ,Mobbing und rausekeln der Mitarbeiter zuständig waren, besonders in der Pflege stellen sich als neuen Kopf der Awo in der Zeitung vor.

  7. H sagt:

    Zur neuen Geschäftsführung kann ich mir kein Urteil erlauben – da ich die handelnden Personen nicht kenne.
    Zu einem Neuanfang sollte jetzt aber eins gemacht werden. Die Belegschaft sollte jetzt auf jeden Fall eine Interessenvertretung (Betriebsrat) gründen. Zu Lohndumping und Mobbing gehören immer zwei . Der eine tut es, der andere lässt es mit sich machen.

  8. Sonja sagt:

    So wie ich gehört habe , ist es angelaufen . Ich befürchte nur das die Mitarbeiter es nicht leicht haben werden. Ich drücke allen die Daumen.

    • M sagt:

      Wie sicher ist Ihre Information? Zumindest scheint diese noch nicht sehr weit vorgedrungen zu sein…
      Wünschenwert ist es allemal. Ein Betrieb in dieser Größenordnung ohne Betriebsrat ist ein Traum für jede Geschäftsführung. Nur mal so nebenbei – in der Hoffnung dass einige AWO-Arbeitnehmer mitlesen: bei der momentanen Beschäftigtenzahl kann der BR aus bis zu 11 Mitgliedern bestehen, eine nicht unerhebliche Anzahl. Und: mindestens ein Mitglied muss für seine Betriebsratstätigkeit freigestellt werden von seiner Arbeit. Quellen dazu gibt es genug dafür im Internet.

  9. w sagt:

    das Konstrukt mit dem AWO e.V. –> AWO gGmbH –> AWO GmbH gibt es lt. Suche im Internet häufig.

    Damit ist es m.E. natürlich (nur ganz und gar rein theoretisch) leicht möglich, Aufträge, aus Vereinsgeldern bezahlt, auf indirektem Weg legal ohne Wettbewerb und ohne Nachweis der Wirtschaftlichkeit per Handschlag oder unter Freunden zu vergeben, z.B. an eine GmbH, die einem schon vom Wort her nahesteht oder an jeden anderen Leistungserbringer oder wer oder was dafür gehalten wird. Natürlich wird das nie so gehandhabt, Ehrensache … … abgesehen von einem Sonderfall im Müritzkreis.

  10. Sonja sagt:

    Möglich ist vieles.Z:B: wurde von der AWO mit den Krankenkassen neue Pflegesätze ausgehandelt auch damit den Mitarbeitern die Löhne erhöt werden können ,das Geld kam aber nie bei den Mitarbeitern an. Es wurde in neue Bauten, oder sonst wohin gesteckt. Diese Dinge sind natürlich den Mitarbeitern nicht geläufig aber der Führung in der Geschäftsstelle auf jeden Fall. Und die Bereichsleitung Pflege die unmittelbar an diesen Dingen dran ist ,als einzige einen Audi als Dienstwagen fährt ,Mitarbeiter bis in die Depression ( siehe Fr. Hartmann) getrieben hat , gehört weiterhin zur Leitung. Ich kann alle Mitarbeiter nur auffordern ,fragt nach und alle Einrichtungsleiter bei Dienstberatungen jetzt ist die Möglichkeit für einen wirklichen Neuanfang zu sorgen .

  11. B. sagt:

    warum werden die AWO Bosse nicht einfach enteignet
    das Geld einfach wegnehmen Konten speren und unrechtsmesiges erworbenes zurück
    vonwegen Entschädigung

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