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Busfahrer sind morgen zum Streik aufgerufen

21. Januar 2018

Wer auf einen Bus des Nahverkehrs angewiesen ist, könnte morgen früh im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Pech haben: Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder bei der Mecklenburg-Vorpommernschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) für den morgigen Montag ab Betriebsbeginn zu Warnstreiks aufgerufen. Die Warnstreiks finden, wegen der – aus Sicht der Gewerkschaft –stockenden Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr Mecklenburg-Vorpommern statt.

„Die Beschäftigten des Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern liegen mit ihrem Lohn deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Tarifgebiete. Die Jahresentgelte sorgen in vielen Fällen dafür, dass die Beschäftigten, trotz Vollzeitstelle, in die Altersarmut laufen, das ist nicht länger zu akzeptieren“, so der ver.di Nord Verhandlungsführer, Karl-Heinz Pliete.

„Es ist beschämend, wenn im Laufe des Jahres mit einem Jahresgehalt weniger als ein Entgeltpunkt für die Rente erarbeitet wird. Die Beschäftigten machen gerade auf den Strecken, einen harten aber richtig guten Job und werden dafür zu schlecht bezahlt. Wir steuern hier auf einen echten Arbeitskampf zu, wenn da nicht mehr Bewegung in die Tarifrunde kommt“, so Pliete weiter.

Die Gewerkschaft informiert rechtzeitig, damit die Fahrgäste, insbesondere die Eltern, die Möglichkeit haben, ihre Planung darauf abzustimmen.


5 Antworten zu “Busfahrer sind morgen zum Streik aufgerufen”

  1. oscar sagt:

    Ich bin auch dafür, dass die Busfahrerinnen und Busfahrer entsprechend entlohnt werden. Das kam man sicherlich im Unternehmen klären.
    Was wieder einmal typisch für ver.di ist, der Arbeitskampf wird auf dem Rücken der Kinder, die zur Schule müssen und der älteren Bürger auf dem Land, die mit dem Schulbus zum Arzt müssen, ausgetragen. Einfallslos und verachtenswert!
    Es ist doch traurig, dass ver.di keine anderen Lösungen findet, als immer wieder ihre teilweise völlig aus der Luft gegriffenen, unrealistischen Forderungen auf dem Rücken der Schwächsten der Gesellschaft aus zutragen.

    • Andre sagt:

      Hallo Oscar,
      bist Dun für eine „entsprechende“ Entlohnung der Busfahrer oder sind die Gehaltsforderungen der Gewerkschaft „völlig aus der Luft gegriffen“?
      Leider ist nicht so, dass die Arbeitgeber bei vernünftigen Gehaltsforderungen einfach „Ja“ sagen.
      Was bleibt Busfahrern dann anderes übrig, als für ihre gerechten Forderungen zu streiken?

  2. J.B. sagt:

    Ich bin Pendler und muss jeden Tag nach Berlin. Durch den Ausfall der Linie 11 habe ich gestern nichts verdienen können. Wer bitte denkt denn an die ganzen Pendler? Ich weiß, ich bin nicht der Einzige.
    Wer kommt für meinen Verdienstausfall auf?
    Ich gönne den Busfahrern einen Lohnanpassung.
    Ich bin nur der Meinung, dass da die Geschäftsführung der MVVG hätte früher handeln sollen.

    • achi sagt:

      Streik ist ein legitimes Mittel. Wenn der Arbeitgeber nicht einlenkt muss man dieses einsetzen.
      Ich bin Pendler und habe Respekt vor der Leistung des Busfahrer. Ich finde es schrecklich von der Geschäftsführung die Kunden gegen die Busfahrer aufzuhetzen.

  3. Xajan sagt:

    Ich bin busfahrer in belin und bekomme 1450 netto, also 200 mehr wie ein Friseur. Ja ich bekommen auch zuschläge, aber das ist geld mit dem man nicht rechnen kann. Dafür muss ich in einem 24 stundenrytmus 12-14 Stunden Arbeiten. Meine 11 Stunden ruhezeit kann ich auch nie einhalten da ich ja noch nach hause muss etc. Da das Gesetz für den Güter und Reiseverkehr geschaffen wurde und wir linienfahrer das bett halt nicht im Fahrzeug haben. Also kommt es auch mal vor das ich nur 2 stunden schlafe und wieder aufen Bus sitze. Also ist es gerechtfertigt das die Fahrer mal Zuhauses bleiben. Die Fahrgäste müssten mal sagen gibt den mehr geld denn Verdi wird wie immer nur Mist rausholen. Die 2.5% immer sind nichts wenn man in berlin 1000 euro für drei Zimmer bezahlt. Es gehen so viele von uns zur Bahn da die mal eben 700 brutto mehr zahlen. Ein wohlhabener fahrgast verglich das mal mit moderner Sklaverei. Also ja alles rechtens damit die mehr geld bekommen. Und ich werde auch zur bahn wechseln wie viele Kollegen auch.

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