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Chaos-Baustelle: Anwohner der Specker Straße verzweifelt

14. Oktober 2017

Die Anwohner der Specker Straße in Waren haben die Nase voll. Dass sie während der Sanierung ihrer Straße mit Einschränkungen leben müssen, war ihnen von Anfang an klar. Dass es aber so Dicke kommt, haben sie nicht erwartet.

Nicht nur, dass einige Häuser in den Sommermonaten wegen der dilettantischen Baustelle während der Regenfälle regelrecht abgesoffen sind und von den Feuerwehrleuten gerettet werden mussten, nein, die Baustelle bedeutet für die Anwohner und alle, die sie nutzen müssen, eine erhebliche Gefahr. Die Stadt scheint das allerdings nicht zu stören.

Die Anwohner jedenfalls fühlen sich allein gelassen und haben inzwischen sogar Schäden an ihren Häusern.

Die Pannen und Zumutungen beim Straßenbau in der Specker Straße bereiten manchem Anwohner mehr als nur Verdruss. Sondern auch finanzielle und sogar körperliche Schäden. Obwohl heftige Regenfälle an bestimmten Tagen im Sommer angekündigt waren, rührte sich auf der Baustelle nichts. Dabei hatten die Arbeiter den bis dahin vorhandenen Schutz, der die tiefer liegenden Häuser vor Wassereinbrüchen bewahren sollte, entfernt. Es kam, wie es kommen musste: Die Feuerwehr war gefragt, um größere Schäden zu verhindern.

Mitarbeiter der Stadt kamen nach Beschwerden in die Straße, der Erfolg: Ein paar Wochen später regnete es erneut sehr heftig, die Freiwilligen Feuerwehrleute mussten wieder anrücken. Doch damit nicht genug.

Vor rund vier Wochen erfolgte der Erdaushub zwischen der Straße und den Grundstücken. Seither ragen die Endstücken der Kanäle aus der Erde, der Zugang zu den Häusern ist mehr als abenteuerlich.

„Meine Frau und ich (Gehbehinderter) können unser Wohnhaus nur noch über das Nachbargrundstück von der Rückseite erreichen. Besucher, Lieferanten, Post- und Paketzusteller sind gezwungen, den halsbrecherischen Zugang durch die Baustelle zu nutzen. Ein unzumutbarer Zustand, der seit mehr als vier Wochen unverändert ist. Gemessen an den Verkehrssicherungspflichten ( z.B. Streupflicht im Winter usw.) für Hauseigentümer, handelt es sich hier um eine geradezu grobfahrlässige Verhaltensweise des Straßenbauunternehmens und des verantwortlichen städtischen Tiefbauamtes“, so ein Anwohner gegenüber „Wir sind Müritzer“.

Inzwischen wird es abends früher dunkel und morgens später hell: Die Baustellen-Straße, die man schon im Hellen kaum ohne Schaden begehen kann, ist in der Dunkelheit beinahe lebensgefährlich. Denn Straßenlampen gibt es natürlich derzeit auch nicht.

Die Bauarbeiter, so die Anwohner, zucken nur mit den Schultern, in der Stadtverwaltung scheint sich niemand verantwortlich zu fühlen.

„Muss wirklich erst etwas ganz Schlimmes passieren, ehe man in dieser Verwaltung aufwacht“, fragen die Anwohner.

 

 


4 Antworten zu “Chaos-Baustelle: Anwohner der Specker Straße verzweifelt”

  1. HaPe sagt:

    Der Umgang mit einigen Anwohnern der Specker Str. ist wirklich abenteuerlich und unfallträchtig. …. eine Zumutung! Die Verursacher und dafür Verantwortlichen müssen sich fragen lassen, wie sie reagieren würden, wenn sie selbst Betroffene wären.
    Die Bürger müssen die fahrlässig und z.T. unnötigen Belastungen hinnehmen und bleiben mit der Durchsetzung der zur Schadensbehebung entstehenden Kosten und Unannehmlichkeiten allein.

  2. Anja sagt:

    Bei der Ausführung der Straßenbauarbeiten, der Beachtung ihrer Begleiterscheinungen, Gefahren und Belastungen zeigen weder das Tiefbauunternehmen noch das Tiefbauamt Sachverstand noch Rücksichtnahme auf Bewohner. Ein bemerkenswert a-soziales Verhalten.

  3. H.-P. Fritz sagt:

    Wie gut, daß WsM solche Mißstände aufgreift. Ich erinnere mich, daß auch der WDR in einem Fernsehbeitrag schon darüber berichtet hat, wie unqualifiert und rücksichtslos das beauftragte Tiefbauunternehmen vorgeht und damit Unfallgefahren und materielle Schäden produziert. In Haftung genommen wird natürlich niemand. Für die Anwohner bleiben am Ende die hohen Anliegerkosten für den Straßenausbau, der Ärger über die rücksichtslose und ignorante Behandlun durch Bauunternemen und Behörde, und die nicht unwesentlichen Einschränkungen und Gefahren während der Bauzeit.
    Wie selbstverständlich : Die Leidtragenden sind immer die vom Bürgermeister alleingelassenen Bürger !

  4. W sagt:

    Liebe Anwohner der Specker Straße, ich kann Ihr Leid nachempfinden, denn als in unserer Straße gebaut wurde, kam auch der Billigste zum Zuge mit verheerenden Folgen. Nicht so schlimm, wie bei Ihnen, aber skandalös war es auch. Woran das liegt? Um auf seine Kosten zu kommen, spart jeder Bauunternehmer wo er kann. Viele arbeiten dann mit unqualifizierten Billiglöhnern, verschlissenen Maschinen, halten weder Bauzeiten, Umwelt- noch Arbeitsschutz ein, scheren sich einen Dreck um sichere Bauzustände und fachgerechte Bautechnologie. Da diese Herrschaften gern im Stadtrat sitzen oder ihre Leute einflussreich positionieren, ducken sich Bauamt und Bürgermeister lieber weg. Geben und nehmen. Qualitätskontrollen im Rahmen der geforderten sekundären Bauüberwachung vor Ort können wir natürlich so nicht erwarten. Das wäre auch unbequem, Wenn nicht zu gefährlich. Es ist auch keine Zeit dafür, wo die Bauämtler kaum nachkommen, mit kaum zu bewältigender Computerbürokratie die vielen Nachtragsangebote zu bearbeiten und voll gefordert sind, Zusatzkosten abrechnen zu müssen. Mein Rat deshalb: Schließen Sie sich zusammen, beauftragen gemeinsam einen Anwalt oder wenn Sie das Kostenrisiko scheuen, rücken Sie gemeinsam bei der nächsten Stadtvertretersitzung an und reden Sie dort Klartext. Das wirkt Wunder, aus meiner direkten gemachten Erfahrung. Es muss nur Einer den ersten Schritt tun. WsM ist zwar ein gutes örtliches Forum. Meckern allein bringt aber wie immer garnichts.

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