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D-Juniorinnen entscheiden Pokal-Krimi für sich

8. März 2017

Die D-Juniorinnen des SFV Nossentiner Hütte haben gestern Abend ein dramatisches und hochspannendes Landespokalhalbfinale gegen den 1. FC Neubrandenburg mit 5:3 (2:2, 2:0) im Neunmeterschießen gewonnen. Die Partie hielt alles, was sie im Vorfeld versprach. Zwei starke Mädchenmannschaften, die von Anfang bis Ende alles in die Waagschale warfen, und ein bis zur letzten Sekunde rasantes Pokalspiel.

Die favorisierten Neubrandenburgerinnen kamen besser ins Spiel und setzten die Gastgeberinnen zunächst in deren Hälfte fest. Hütte konnte sich aber mit zunehmender Spielzeit aus der Umklammerung lösen und gewann immer mehr Spielanteile.

In der 9. Minute gingen sie dann über Annalena Lange, die sich über die rechte Seite durchgesetzt hatte, mit 1:0 in Führung. Der Treffer zeigte Wirkung. Hütte übernahm jetzt die Kontrolle und erspielte sich einige, aber keine zwingenden Torchancen. Die Neubrandenburgerinnen bissen sich an der souveränen Hütter Abwehr, in der vor allem die beiden E-Juniorinnen Magdalena Köhler und Lea Hein eine überragende Leistung abriefen, die Zähne aus. Wenn sie doch mal vor das Tor kamen, scheiterten sie immer wieder an der Spielerin des Spiels, der Hütter Torhüterin Amy Jancsek, und fünf Minuten vor der Halbzeitpause glücklicherweise auch am Pfosten. Unmittelbar vor der Halbzeit erzielte die nur kurz zuvor eingewechselte Alina Schmidt das 2:0 aus Nahdistanz, nachdem die Torhüterin der Gäste einen Schuss von Laurentia Köhler nicht festhalten konnte.

Nach dem Seitenwechsel setzen die Gäste zu einem wahren Sturmlauf an. Angriff um Angriff rollte auf das Hütter Gehäuse und Torhüterin Amy Jancsek bewahrte ihre Mannschaft immer wieder mit tollen Paraden vor dem Anschlusstreffer. In der 42. Minute war sie aber machtlos, als Magdalena Köhler eine scharfe Hereingabe vor der heranstürmenden Neubrandenburgerin klären wollte und den Ball dabei ins eigene Netz beförderte.

Nun zeigte sich Hütte verunsichert und auch konditionell stark angeschlagen. Das hohe Tempo der Partie forderte jetzt für alle sichtbar seinen Tribut und sorgte für schwere Beine. Nach vorn fand kaum noch Entlastung statt. In der 49. Minute erzielten die Neubrandenburgerinnen dann auch folgerichtig durch Emma Drückler nach einer Ecke den Ausgleich. Nun schien es so, als würde die Führung der Gäste nicht mehr lange auf sich warten lassen. Starke Paraden und ein Lattentreffer retteten die Hütter Mädchen aber in die zweimal fünfminütige Verlängerung. Dort schafften sie es, die Partie etwas ausgeglichener zu gestalten, obwohl die Gäste gefährlicher blieben. Nach einem erneuten Lattentreffer der Neubrandenburgerinnen hatte Amy Cienskowski beinahe den Siegtreffer auf dem Fuß, als sie nach einem Befreiungsschlag von Sara Gerike vor dem gegnerischen Tor aufkreuzte. Die gut mitspielende Torhüterin der Gäste war aber einen kleinen Schritt eher am Ball.

Da die restliche Spielzeit ohne Tor verlief, musste also das Neunmeterschießen mit drei Schützen auf jeder Seite die Entscheidung bringen. Hütte musste vorlegen und traf, wenn auch etwas glücklich durch Laurentia Köhler. Neubrandenburg konnte ebenso glücklich durch Elly Böttcher ausgleichen.

Danach verwandelte Sara Gerike mit einem echten Hammer zum 4:3. Nachdem Amy Jancsek am ersten Neunmeter der Neubrandenburgerinnen bereits mit den Fingerspitzen dran war, hielt sie den mittig geschossenen Ball von Larissa Klevenow. Nun hatte es also Hütte mit der letzten Schützin selbst in der Hand. Zur Verwunderung vieler Zuschauer war es Amy Jancsek, die ihre Torwarthandschuhe wegschmiss und das Leder flach neben den linken Pfosten zum 5:3 in die Maschen setzte. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen mehr und Amy wurde von ihren Mitspielerinnen und Trainern Henning Muske, Nino Handorf und Marcel Hennecke unter einer riesigen Freudentraube begraben.

Nach diesem sensationellen Sieg gilt es jetzt, die volle Konzentration auf das Pokalfinale am 24. Juni in Neubrandenburg. Der dortige Gegner wird im noch ausstehenden Halbfinale zwischen dem 1. FC Neubrandenburg II und dem FSV Schwerin ermittelt.

Hütte: Amy Jancsek, Sara Gerike, Lea Hein, Magdalena Köhler, Laurentia Köhler, Angelina Voß, Amy, Cienskowski, Annalena Lange, Alina Schmidt, Hanna Breitsprecher, Sophie Kuras

 

 


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