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Echtpelz oder Kunstfell?  VIER PFOTEN erklärt, wie Verbraucher Unterschiede erkennen können 

28. Oktober 2017

Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN, die auch den Bärenwald Müritz betreibt, fand vor Kurzem, gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen, heraus, dass 51 Prozent der in Deutschland getesteten Jacken, Mäntel und Mützen mit Echt-Pelzbesatz, vor allem im Billigpreissegment, nicht vorschriftsmäßig gekennzeichnet wurden.
Thomas Pietsch, Wildtierexperte von VIER PFOTEN: „Echter Pelz wird bei uns in Form von Bommeln an Mützen oder Handschuhen teilweise schon für unter 10 Euro angeboten. Und gerade diese Billigprodukte sind nur selten gekennzeichnet.“

Für uns Konsumenten bedeutet dies schlimmstenfalls: Wir kaufen Echtpelz, ohne es zu wissen. Dabei zeigen Umfragen, dass 86 Prozent der Verbraucher Echtpelz ablehnen. VIER PFOTEN fordert deshalb von der Europäische Kommission, eine gesetzliche Regelung einzuführen, die alle Echtpelzprodukte eindeutig kennzeichnet.

Wer bis dahin nicht warten möchte, kann anhand von einfachen Tests erkennen, ob es sich beim gewünschten Produkt um Kunst- oder Echtpelz handelt:

Der Unterwolle-Test: Wird das Oberhaar etwas auseinandergezogen, kommt bei Echtpelz, im Gegensatz zum Kunstpelz, oft die Unterwolle zum Vorschein. Diese besteht aus ganz feinen, dichten und flauschigen Haaren, welche die Tiere in der Natur ausgezeichnet wärmen.

Der Leder-Test: Echtpelz wird mitsamt Leder gewonnen und verarbeitet. Wird das Harr vorsichtig auseinandergezogen, kann schnell erkannt werden, ob es sich beim darunterliegenden Gewebe um ein künstlich gewebtes Muster bzw. Stoff handelt oder ob die Haare auf echtem Leder haften.

Der Wind-Test: Echtpelz bewegt sich oft schon bei leichten Brisen. Bewegen sich die Haare schon bei sanftem pusten, handelt es sich wahrscheinlich um Echtpelz.

Der Feuer-Test: Man kann Echt- von Kunstpelz unterscheiden, indem man ein paar Haare verbrennt. Wenn ein synthetischer Geruch wahrgenommen wird und die Haare zu kleinen, harten Klümpchen verschmelzen, handelt es sich um Kunstpelz. Zerfallen die Haare jedoch und riecht es nach verbrannten Haaren, so handelt es sich um Echtpelz.

Der Spitzen-Test: Sind die Haarspitzen geschnitten kann man von Kunstpelz ausgehen, spitz gewachsen könnten sie ein Indikator für Echtpelz sein.
Hinweis: Die Tests sind nur erste Anhaltspunkte und bieten keine 100-prozentige Sicherheit.

Pelzfreie Mode gibt es genug. Das Fur Free Retailer Program zeigt wo: www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/pelz/mode-ohne-pelz


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