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Eine Leidenschaft in Röbel: Lesen und vorlesen

5. Mai 2017

„Röbel liest“ – das kann man mit Fug und Recht behaupten – hat Tradition. In den vergangenen Jahren lasen rund 650 Frauen, Männer, Mädchen und Jungen in der Alten Synagoge. Jedes Jahr kamen 500 bis 600 Zuhörer. Und auch heute war und ist die „Hütte“ wieder voll.

Doch „Röbel liest“ soll sich verändern. Die Bibliothekarin und Organisatorin Petra Beyer plant eine kulturelle Veranstaltung für Röbel in etwas kleinerem Rahmen, die sich „Röbel genießt“ nennen wird. Sie verspricht, dass auch diese das Buch feiern wird und hofft, dass sich irgendwann jemand findet, der das Begonnene weiter führt. Schließlich würde sie bald in Rente gehen und außerdem solle man aufhören, wenn es am schönsten ist. Rückblickend bedankt sie sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Sponsoren im Hintergrund.

Röbels Bürgermeister Andreas Sprick betonte, dass sich nicht jede Kleinstadt beziehungsweise das Amt Röbel/Müritz diesen Luxus leistet, der auch am Leben erhalten werden muss. Er bedankte sich bei Petra Beyer für ihr Engagement über die vielen Jahre.

Bevor er als erster in diesem Jahr das Buch in die Hand nahm, um den Röbeler Schülern etwas vorzulesen, plauderte Sprick noch etwas aus dem Nähkästchen. Er gehörte zu den Schülern, die immer ganz hinten saßen und mit dem Lesen so gar nichts am Hut hatten. Privat würde er lieber dunkle, grausame Krimis von Norwegern lesen. Heute fiel die Wahl auf Erich Kästners Geschichte vom Zauberer Petrosilius Zwackelmann und dem Räuber Hotzenplotz.

Noch bis heute Abend um 19 werden im Viertelstundentakt Künstler, Rentner, Schüler und noch mehr Röbeler vorlesen. Den Ausklang im wahrsten Wortsinn gestaltet der Liedermacher Torsten Riemann ab 19.30 Uhr.

Text und Fotos: Miriam Brümmer


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