Eine Müritzerin bringt kleine Models groß raus

8. September 2013

Kathleen2 Von Antje Rußbüldt-Gest

Müritz-Region. Wenn Kathleen Funk mit Sack und Pack über den Klinikflur geht, sieht das zunächst nach einem furchtbar langen Krankenhaus-Aufenthalt aus, den sie da vor sich hat. Doch in dem prall gefüllten Roll-Koffer zieht die 35-Jährige keine Kleidung hinter sich her. Kathleen hat, wie sie selbst sagt, den schönsten Job der Welt. Sie ist Babyfotografin und knipst seit zwei Jahren die Neuankömmlinge auf der Entbindungsstation des Müritz-Klinikums. Seit kurzem erscheinen ihre Bilder auch auf der Wir-sind-Müritzer-Homepage. Ein Grund mehr für uns, die junge Frau mit dem schönsten Job der Welt vorzustellen.

So ein bisschen gehört Kathleen Funk, die bei der Firma Baby smile arbeitet, schon zur Entbindungsstation dazu. Schließlich ist sie dreimal in der Woche vor Ort, um zum einen die kleinen Würmchen zu knipsen und um zum anderen fertige Bilder an die Eltern herauszugeben. So wie an Julia Gutzmann aus Röbel. Ihr kleiner Luke ist eine Woche alt und hat das erste Foto-Shooting schon ein paar Tage hinter sich. Heute sieht die junge Mutti die Bilder von ihrem kleinen Schatz das erste Mal und ist begeistert. „Ich war ja beim Fotografieren dabei, aber auf den Fotos sieht das dann doch noch alles wieder anders aus. Viel schöner“, meint die Röbelerin und überlegt schon, wem sie alles ein Bild schenken möchte.

Spaß steht im Vordergrund

Zu ihrem Job als Babyfotografin Kathleen3ist Kathleen Funk eher zufällig gekommen. Zwar hat sie die Stellenausschreibung damals gelesen, doch traute sie sich zunächst gar nicht zu, tolle Bilder von Neugeborenen zu machen. Aber ihre Schwägerin war überzeugt, dass Kathleen das Zeug dazu hat, denn das Fotografieren gehört für die Frau aus Blücherhof schon lange zum Leben. Nach einem Kurs bei Baby smile ging’s dann auch schon los.
„Klar war ich die ersten Wochen ganz schön aufgeregt, aber das hat sich schnell gegeben. Der Spaß stand gleich im Vordergrund“, erinnert sich die Mutter von zwei Mädchen. Dass sie selbst Kinder hat, erleichtert der gelernten Bürokauffrau die Arbeit ungemein. Denn Kathleen weiß, wie man mit den Säuglingen umgeht, wann die beste Zeit ist, sie zu knipsen, wie man ihre Aufmerksamkeit erregt und vor allem, wie man verhindert, dass den Mini-Models das Shooting zu schnell über wird.

Bei Polly hat die 35-Jährige keine Probleme. Die süße Maus, noch nicht einmal 24 Stunden alt, schaut fast schon wie ein Profi in die Kamera und scheint sich zu fragen, was die „Tante“ da mit ihr anstellt. Geduldig lässt sie die Knipserei über sich ergehen. Die ersten professionell gemachten Bilder von ihr werden gewiss nicht nur Mama und Papa entzücken.
Nach rund 20 Minuten ist alles vorbei. „Manchmal brauche ich auch eine Stunde. Je nach dem, wie die Kleinen drauf sind. Wenn kleine Geschwister mit fotografiert werden, ist es hin und wieder etwas komplizierter“, erzählt die Babyfotografin. Dann packt sie Kissen, Plüschtier, Blumen und anderen „Dekosachen“ in ihren Roll-Koffer und geht über den Klinikflur ein paar Zimmer weiter. Dort wartet schon die nächste junge Mutti auf die sympathische Müritzerin.

Wenn Kathleen nicht bei ihren kleinen Models ist, fotografiert sie übrigens auch gerne größere Kinder, Hochzeiten oder macht Landschaftsaufnahmen. https://www.facebook.com/kathleenfotografie.funk

Kathleen1Kathleen Funk präsentiert Julia Gutzmann aus Röbel die Bilder von ihrem kleinen Luke.

 


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