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Eine traurig glückliche Tiergeschichte aus der Müritz-Region

3. Oktober 2016

Es ist eine traurig glückliche Tiergeschichte, die Margret Kuhlmann als Vorsitzende des Tierschutzvereins Waren hier für „Wir sind Müritzer“ erzählt. Eine Geschichte, die sie selber sehr berührt hat.

ka1An einem Abend, es war im November 2014, klingelte bei mir das Telefon. Ein Mann teilte mit, dass er eine Mutterkatze mit Katzenkindern auf dem Parkplatz Richtung Federow, Nähe des Schießplatzes gesichtet hätte. Da es schon sehr dunkel war, verabredeten wir uns für den nächsten Tag um 9 Uhr, damit wir zum genauen Ort hingeführt werden konnten.

„Bewaffnet“ mit Katzenboxen, Handschuhen (gegen Katzenbisse) und Katzenleckerchen trafen wir dann auch am nächsten Tag zum verabredeten Ort ein. Auf die Rufe  „Mulle Mulle Mulle“ und auch „Mietz Mietz Mietz“ passierte erst gar nichts. Erst als wir vom Weg ins Dickicht marschierten, kam uns jammernd eine ausgewachsene Katze entgegen.

Natürlich wurden die Leckerchen sofort aus den Taschen geholt und gefüttert. Die Katze war überhaupt nicht wild, ganz im Gegenteil. Sie ließ sich anfassen und streicheln. Nach und nach kamen dann auch vier etwa acht Wochen alte Katzenkinder zum Vorschein. Auch die Kleinen stürzten sich auf die mitgebrachten Leckerchen. Somit war das Einfangen kein Problem mehr. Und wieder eine nicht gewollte Katze mit Nachwuchs, ausgesetzt.Wie erbärmlich!

Zunächst kamen alle Fünf in eine Pflegestelle; das Tierheim Malchow war zu diesem Zeitpunkt, wie immer, durch Herbstkätzchen überfüllt. „Nala“, so wurde die Mamakatze getauft, zwei der Kleinen hießen dann „Tom“ und „Socke“. Für die aufgeweckten Katzenkinder genau die richtigen Namen.

Noch von der Pflegestelle aus wurde dann ,nachdem alle tierärztlich versorgt wurden, über Facebook und auch Zeitung nach einem schönen Zuhause gesucht. Nach kurzer Zeit meldete sich eine Familie Krüger, neu zugezogen in Sembzin, und wollte der Mamakatze „Nala“ ein schönes Heim bieten.

ka2Bei dem Besuch konnte sich nicht nur „Nala“, sondern auch der kleine Tom in das Herz der Familie einschleichen, und es wurden beide mitgenommen. Die beiden Kinder der Familie kümmerten sich besonders liebevoll um Mutter und Sohn. Sie wurden beide richtige Familienmitglieder, durften bei den Kindern im Bett schlafen und wurden liebevoll verwöhnt.

Alles schien gut, alle waren glücklich…..bis zum 9. September 2016, dann nämlich verschwand die sehr menschenbezogene Katze „Nala“. Alles Suchen half nichts. Auch die Plakatierung der Fotos in den umliegenden Dörfern verlief ohne Erfolg. Die ganze Familie war sehr traurig und verzweifelt, selbst Söhnchen „Tom“ veränderte sich und wollte nicht mehr so recht spielen.

Dann kam der 29. September 2016.

Frau Krüger wollte ihre Tochter Eileen am Nachmittag zum Reiten nach Kamerun bringen und musste in Eldenholz an der Ampel halten. Plötzlich sagte Eileen: Schau‘ mal Mama, da sitzt eine abgemagerte Katze an der Ecke, die sieht aus wie ‚Nala“. Und tatsächlich!
Frau Krüger wendete das Auto hielt in der Nähe der Katze, öffnete die Autotür und rief  die Katze bei ihrem Namen.  Sofort bewegte sich die Katze auf das Auto zu und jammerte so, als wenn sie etwas erzählen wollte. Im Auto sprang „Nala“ sofort auf den Schoß der Tochter und rollte sich ein…. die Welt war für Nala wieder in Ordnung.

Ich denke, ich muss nicht erzählen, wie sich alle gefreut haben. „Nala“ ist wieder zu Hause. Zur Zeit schläft und frisst sie viel. Was sie in den 20 Tagen Abwesenheit erlebt hat und wie sie nach Eldenholz gekommen ist bleibt ein Geheimnis.

…….manchmal gibt es eben noch Wunder !

 


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