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Einmalige Aktion: Mit dem Rollstuhl auf der Laufstrecke

29. August 2017

Es waren zweifellos die emotionalsten Momente beim diesjährigen Run für Charity: Mindestens fünf Staffeln sind für den 27 Jahre alten Fritz aus Röbel an den Start gegangen und haben für den jungen Mann so 2500 Euro erlaufen. Fritz selbst war auch mit auf der Strecke. Die Staffel von Sport- und Fitnesskaufmann Thomas Schernus-Adel hat den Röbeler, der sich seit einem schweren Autounfall vor fünf Jahren zurück ins Leben kämpft, im Rollstuhl gut 30 Kilometer geschoben.

Dem Aufruf von Thomas Schernus-Adel „Flitzt für Fritz“ sind zahlreiche Müritzer gefolgt. Sie helfen damit, weitere Therapien für den 27-Jährigen zu finanzieren.

Nach dem schweren Unfall auf der Bundesstraße 192 zwischen Sietow und Klink lag der damals 22-Jährige neun Wochen lang im Koma, die behandelnden Ärzte machten der Familie kaum mehr Hoffnungen. Doch die gute Kondition hat offenbar geholfen, denn Fritz war angehender Kampftaucher und auch in der Freizeit immer sehr aktiv.

Nachdem er aus dem Koma erwacht war, musste der Müritzer alles neu lernen – essen, sprechen sowie viele Bewegungen.  Sein größter Wunsch: Wieder ganz alleine ohne irgendwelche Hilfsmittel laufen zu können. „Das kann er schaffen, denn Fritz hat wirklich einen unheimlichen Willen“, so Thomas Schernus-Adel im Gespräch mit „Wir sind Müritzer“. Der Inhaber von „playground fitness“ gehört zu einem größeren Team, das Fritz hilft, seinen Wunsch wahr werden zu lassen.

Doch viele Therapien, die der Röbeler braucht und die wichtig sind auf dem Weg zum selbstständigen Laufen werden von der Krankenkasse nicht finanziert. Sowohl in Berlin, wo er in einer speziellen Einrichtung lebt, als auch an der Müritz, nimmt der 27-jährige diese Therapien in Anspruch, einen großen Teil der Kosten trägt die Familie, die auch ansonsten ein großer Rückhalt für den jungen Mann ist.

„Der Zuspruch an der Strecke von Zuschauern, aber auch von anderen Läufern war wirklich ganz toll. Das hat sowohl uns Läufern als auch Fritz geholfen, denn so eine Strecke im Rollstuhl war auch für ihn sehr anstrengend“, erzählt Trainer Thomas. Zweimal musste zwischendurch der Sportrollstuhl kurz repariert werden, und dennoch benötigte die Staffel für die gut 60 Kilometer nur 6,5 Stunden.


3 Antworten zu “Einmalige Aktion: Mit dem Rollstuhl auf der Laufstrecke”

  1. Marcus Tauchert sagt:

    Ich bin ein Mitbewohner aus dieser Einrichtung und habe mit ihm lange auf der selben Station gewohnt ich finde es ganz toll das er da mitgemacht hat und geschafft hat ich bin so stolz auf ihn! Mach weiter so und zeige Ihnen was du trotz deines Unfalls kannst oh man ich kann garnicht in Worte fassen was ich gerade fühle

  2. Peggy Frost sagt:

    Einen Beitrag der einen zu Tränen rührt. Fritz wir wünschen dir viel Kraft für deinen weiteren Weg.

    Die herzlichsten Glückwünsche aus Sachsen! Peggy & Selina

  3. paavo sagt:

    Hey Fritz ,
    viel Erfolg und Glück auf Deinem Weg wünscht Dir die Laufgruppe Röbel.

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