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Ermittlungen nach Brand eingestellt: Was passiert mit dem Futtermittelwerk Leizen?

4. Dezember 2017

Gut ein Jahr nach dem Feuer in der Futtermittelfabrik Leizen an der Autobahn 19 scheint die Zukunft des Werkes weiter unklar zu sein. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg „Wir sind Müritzer“ erklärte, wurden die Ermittlungen zu dem Fall inzwischen eingestellt, da sich kein Hinweis auf eine vorsätzliche Brandstiftung finden ließ.
Nach unseren Informationen gibt es bisher auch noch keine Entscheidung darüber, ob die Anlage – der Betreiber sprach damals von einem Millionenschaden – im betroffenen Teil überhaupt wieder aufgebaut wird.

Das könnte mit langen Rechtsstreits zusammenhängen, die die Betreiber der beiden letzten großen Nerzfarmen im Nordosten über Jahre mit den Tierschützern geführt haben. In der Folge daraus haben der Tierschutzbund und die Eigentümer der Nerzfarmen vereinbart, dass die beiden großen Anlagen – bei Wesenberg an der Bundesstraße 198 und südlich von Güstrow an der Bundesstraße 103 –- nun endgültig dichtmachen.

Nach Informationen der Veterinärämter sind die letzte Nerze in Wesenberg schon vor längerer Zeit „gepelzt“ worden. Aufmerksamen Beobachtern fiel auf, dass sich schon lange nicht mehr Krähen in großer Zahl wie früher um das Gelände herum aufhalten.

Der Betreiber dieser Farm soll auch der Betreiber des Leizener Futtermittelwerkes sein. Laut Staatsanwaltschaft könnte ein technischer Defekt oder eine Fahrlässigkeit, wie eine weggeworfene Kippe, das Feuer im September 2016 verursacht haben. Gutachter seien zu etwas unterschiedlichen Schlüssen gekommen, was dann zur Einstellung der Ermittlungen geführt habe.

In dem kleinen Ort Klueß bei Güstrow wird die Nerzfarm ebenfalls bis Ende 2017 geschlossen, hat der Landkreis Rostock am Montag bestätigt. Dort machen sich die Einwohner bereits Sorgen, was aus der riesigen Anlage wird und wer für die Kosten einer Beräumung überhaupt aufkommt. Das ist in Wesenberg ebenfalls noch nicht klar, hieß es.


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