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Erstmals Stipendien an Medizinstudierende in Rostock übergeben

22. März 2018

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat gestern in Rostock die ersten Medizin-Stipendien des Landes an 16 Studierende der Universitätsmedizin Rostock übergeben. „Die Studierenden haben eine wichtige Entscheidung für ihre persönliche Lebensplanung getroffen und bleiben nach Aus- und Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Aber es ist auch eine wichtige Entscheidung für unser Land. Im Bereich der ärztlichen Versorgung sind wir deutschlandweit im Wettbewerb um die Medizinabsolventen. Mit Hilfe der Stipendien wollen wir die Entscheidung für Mecklenburg-Vorpommern als Lebens- und Arbeitsort erleichtern und zugleich dazu beitragen, eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung im Land flächendeckend und nachhaltig sicherzustellen“, sagte der Minister.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1.200 Hausärzte tätig, davon sind 120 hausärztliche Pädiater. Dabei sind 35 Prozent der Allgemeinmediziner und Kinderärzte 50 bis 59 Jahre alt, werden wahrscheinlich in 6 bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. „Mecklenburg-Vorpommern ist vielleicht etwas mehr als andere Bundesländern vom demografischen Wandel betroffen. Da die anspruchsvolle Ausbildung eines Arztes Zeit braucht, wollen wir rechtzeitig gegensteuern und aufzeigen, dass wir attraktive Arbeitsplätze für Mediziner im Land haben“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium gibt an Medizinstudierende, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind, ein Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich längstens für einen Zeitraum von vier Jahren und drei Monate aus. Insgesamt steht mindestens eine Million Euro für das Programm zur Verfügung.

Die Medizinstudierenden verpflichten sich im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen, sei es ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns, ärztlich tätig zu sein.


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