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Es tut auch gar nicht weh: Weil Vorsorge Leben retten kann

22. Juli 2017

Zugegeben, es gibt an einem schwülwarmen Tag an der Müritz angenehmere Beschäftigungen als durch einen 20 Meter langen Darm zu spazieren, aber die gut 15 Minuten, die Durchgang und Infos gekostet haben, sind die Zeit wert.
Denn es geht um die Gesundheit, die Darmgesundheit. Und Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten überhaupt. Um so wichtiger war der gestrige Aktionstag „Gesundheit geht durch den Darm“ am Warener Hafen, den die Ärztekammer M-V, die AOK Nordost, das Institut für Anatomie der Universitätsmedizin Rostock und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte organisiert hatten.

Sie hatten gemeinsam ein Ziel: Aufklärung, mehr Menschen für die Darmkrebsvorsorge motivieren und ihnen die Angst vor der Vorsorgeuntersuchung nehmen.  Am Beispiel des riesigen, begehbaren Modells der Felix-Burda-Stiftung informierten medizinische Experten über den allgemeinen Aufbau des Hochleistungsorgans, die unbegründete Angst vor einer Darmspiegelung oder die Gründe für die Entstehung dieser Krebsform.

Unbestritten ist: Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten gut. Bei einer Darmspiegelung, der so genannten Koloskopie, sind Krebsvorstufen gut zu entdecken und können noch während der Untersuchung entfernt werden. Insgesamt lassen sich etwa 90 Prozent der Darmerkrankungen durch eine einmalige Darmspiegelung so früh erkennen, dass man sie heilen kann.

Darmkrebs tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf. Unter 40 Jahren ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sehr gering, es nimmt aber mit steigendem Alter zu. Dennoch ist die Beteiligung der Anspruchsberechtigten ab dem 55. Lebensjahr trotz der von den Krankenkassen bezahlten Leistungen gering.

Zahlen der AOK Nordost zeigen – nur etwa jeder Zehnte, der bei der AOK Nordost in M-V versichert ist, unterzieht sich beispielsweise einer präventiven Darmspiegelung. Dabei ist Darmkrebs bundesweit die Krebsart mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen im Jahr und ist die zweithäufigste Krebstodesursache. Jedes Jahr werden fast 4.500 AOK-versicherte Patienten im Land mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Vor diesem Hintergrund informiert die AOK Nordost zeitgleich in ihrer aktuellen Aufklärungskampagne für Männergesundheit unter dem Motto „#hosenrunter“ auch über weitere gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen.  Ein Vergleich der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen zeigt: Die Inanspruchnahme von regelmäßiger Vorsorge ist bei Frauen grundsätzlich höher als bei Männern.

Im Jahr 2015 wurde der Gesundheits-Check-up, der schon ab einem Alter von 35 Jahren regelmäßig durchgeführt werden kann, von den Versicherten der AOK Nordost am häufigsten in Anspruch genommen. Danach ließ sich die Hälfte der Erwachsenen beim Hausarzt durchchecken (davon 53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer).

Beim Hautkrebs-Screening verändern sich die Zahlen bereits. Dieses Screening nahm im Jahr 2015 nur jeder Vierte der anspruchsberechtigten AOK-versicherten Frauen und Männer in Anspruch (davon 24 Prozent Frauen, 22 Prozent Männer).

Die Früherkennung auf Prostata- und Hodenkrebs, die ab einem Alter von 45 Jahren jährlich durchgeführt werden kann, lässt nur knapp jeder 4. Mann durchführen.

Dagegen nimmt die präventive Koloskopie nur jeder Zehnte bei der AOK Nordost Anspruchsberechtigte in Anspruch. Hier liegen bei der Inanspruchnahme die Männer mit 12,8 Prozent geringfügig über dem Wert der Frauen.

Das durchschnittliche Alter der an Darmkrebs Erkrankten beträgt 76 Jahre.

Knapp 4.500 AOK–versicherte Patienten in M-V werden jedes Jahr mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Vor Ort war heute übrigens auch Dr. med. Johannes Wimmer, der als TV- und Video-Arzt bekannt ist.


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