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Ex-Minister Krause muss Wohnhaus wieder verlassen

28. März 2018

Nun ist es amtlich: Ex-Minister Günther Krause wird die Müritz-Region vermutlich wieder verlassen. Wie WsM von der Klägerseite erfuhr, haben Krauses den Kaufpreis von 459 000 Euro für das Haus in Knüppeldamm nicht bezahlt. Damit muss der einstige Spitzenpolitiker, der gestern erst am Amtsgericht Potsdam zu einer Geldstrafe wegen Insolvenzverschleppung verurteilt worden war, das luxuriöse Bauernhaus wieder verlassen, wie es der Vergleich am Landgericht vorsieht.

Damit würde ein rund ein Jahr andauernder Rechtsstreit zwischen der Familie Szustak aus Fincken und Krauses enden. Die Frau des früheren CDU-Politikers war in diesem Fall als Käuferin aufgetreten. Doch Szustaks sahen über Monate kein Geld. Sogar die Wohngebäudeversicherung wurde nicht bezahlt vom „Käufer“, erzählte die Verkäuferin vor Gericht. Das habe sie dann sicherheitshalber selbst bezahlt.

Am Landgericht Neubrandenburg ließen sich weder Frau noch Herr Krause sehen. Zwei Anwälte vertraten die Familie und schlossen den Vergleich, der nun festsetzt, dass Krauses bis zu 10. April das Anwesen verlassen. Wie WsM in Knüppeldamm sehen konnte, sah das abgelegene Anwesen – zu dem auch Sauna und ein kleines Schwimmbad gehören sollen – bereits sehr verlassen aus. Der 64-Jährige und seine Frau seien aber noch da, hieß es, sie hätten nur kaum Kontakt zu Leuten im Dorf gehabt.

Günther Krause war der DDR-Spitzenunterhändler für den Einheitsvertrag 1990. Nach seinem Rücktritt als Bundesverkehrminister – er beschleunigte durch Planungsvereinfachungen den Bau der Autobahn 20 enorm –  geriet er immer wieder mit wirtschaftlichen Unternehmungen in schwieriges Fahrwasser. Viel räumen muss die Familie wohl nicht: Nach Angaben von Szustak wurde das Haus möbliert übernommen und soll möglichst auch wieder so übergeben werden.


8 Antworten zu “Ex-Minister Krause muss Wohnhaus wieder verlassen”

  1. Peter sagt:

    Ich finde es gut das die Gerechtigkeit gesiegt hat.Was bildet sich die Fam.Krause eigentlich ein.Und dann noch die alten Machenschaften mit Anwalt .Ich freue mich für die Familie Szustak und hoffe das Sie eine seriöse Familie findet die dieses Anwesen kauft.

  2. R.--M. K. sagt:

    Wieder einmal ein gutes Beispiel unserer Gutmenschen .

  3. Meckerkopp sagt:

    Hallo, Herr Krause und Konsorten sind natürlich nicht so Plump wie die kleinen Ganoven.
    Es wird etwas Geschickter vorgegangen mit Dickfälligkeit, Frechheit und Ausdauer läßt sich da naürlich etwas mehr rausholen.
    Wenn man schon einen Batzen Schulden hat, kommt es um Hunderttausend nicht mehr an.

  4. Schult sagt:

    jeder kleine mann währe schon im Knast aber solche werden immer verschont
    solche Leute haben versucht zu regieren nur in die eigene Tasche gewirtschaftet.
    ab nach Sibirien.

  5. Ralf Huth sagt:

    Es gab doch beim Kauf dieses Grundstückes durch Familie Krause einen notariellen Kaufvertrag. In der Regel wird der Kaufpreis dann auf ein notarielles Anderkonto überwiesen und der Kaufvertrag wird erst wirksam, wenn der Kaufpreis zzgl. Gebühren dort eingegangen ist.

    Da hat Familie Szustak sich wohl durch die Krauses breitquatschen lassen.

  6. U.F. aus W. sagt:

    Ich denke, Herr Krause sucht schon ein neues Objekt. Bin der Meinung, dass ich ihn in einem Dorf in Brandenburg gesehen habe.
    Dort ist anscheinend ein größeres Anwesen zu verkaufen. Kennt jemand die Automarke von den Krauses ?

  7. HPF sagt:

    “ Hochmut kommt vor dem Fall „

  8. U.F. aus W. sagt:

    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

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