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Externer Berater soll die AWO Müritz vorläufig führen

3. Juli 2017

Die AWO Müritz wird ab Mitte dieser Woche durch einen externen Berater geführt. Das teilte Vorstandschefin Dagmar Kaselitz mit. Der Vorstand hatte Geschäftsführerin Simone Ehlert in der vergangenen Woche beurlaubt, ihr Vertrag war zuvor schon zum Ende dieses Jahres gekündigt worden. Allerdings sei Ehlert nicht wegen ihrer öffentlichen Äußerungen beurlaubt worden, sondern weil sie ihre Arbeit aus Sicht des Vorstandes nicht ordnungsgemäß ausgeführt und den Vorstand in wesentlichen betrieblichen Fragen im Unklaren gelassen hat.

„Besonders wichtig ist uns selbstverständlich die Auszahlung der Gehälter. Dazu sind wir nicht nur verpflichtet, sondern auch aus Respekt den Mitarbeitern gegenüber setzen wir alles an die zu lösenden organisatorischen Aufgaben. Noch diese Woche werden die Gehälter angewiesen. Ab Mitte der Woche wird dann ein externer Berater die Interims-Geschäftsführer eingestellt. Der Vorstand möchte betonen, dass wir hohes Vertrauen in die Arbeit der Mitarbeiter haben und wir gemeinsam unter der neuen Geschäftsführung den Verband nun in ruhigeres Fahrwasser bringen können. Was hier lange vorher schief gelaufen ist, wird die Staatsanwaltschaft klären. Wir sind zuversichtlich, dass nun endlich der Neubeginn gelingen wird, für den wir angetreten sind.d“, so Dagmar Kaselitz.

Sie bedankt sich gleichzeitig bei den Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, denn auch für sie sei die jetzige Situation nicht einfach. „Der AWO-Kreisvorstand ist angetreten, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter- haupt wie ehrenamtliche – in Ruhe und geordneten Verhältnissen ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit nachgehen können. Sie helfen bedürftigen Menschen, das ist ihnen hoch anzurechnen und das machen sie gut.“


5 Antworten zu “Externer Berater soll die AWO Müritz vorläufig führen”

  1. Paul sagt:

    Und wenn ihr dann diese Arbeit entsprechend entlohnt, wäre es auch anerkennenswert. Die Löhne sind heute noch unter 2006 , da gab es Leistungszuschläge, welche ersatzlos gestrichen wurden. Andere Verbände zahlen 10 – 20 % mehr, aber die haben wohl auch nicht solche gierige und verschwenderische Geschäftsführung.

  2. Bernd sagt:

    Ja selbst, die Lohnerhöhung die es im Januar eigentlich geben sollte wurde wohl ersatzlos gestrichen. Das passiert wenn nur Leute im Vorstand sind die der SPD angehören.
    Danke an Frau Ehlert das Sie den Mut hatte Missstände aufzudecken, ohne nur an sich zu denken. Schade das Sie jetzt gehen muss.
    Es giebt wohl noch mehr Missstände die der Vorstand wohl verschleiern möchte

  3. Karin sagt:

    Ich würde nur gerne mal wissen welche Missstände Frau Ehlert aufgedeckt haben soll ? Sie war über 20 Jahre in allem involviert und hat ein super Gehalt kassiert .Wenn Ihr etwas aufgefallen ist dann frag ich mich warum die Anzeige nicht schon Jahre vorher kam oder warum hat sie nicht gekündigt? Allerdings solange der Kopf zur Hälfte noch in der Geschäftsstelle ist ,wird sich nie was ändern.

  4. Rainer sagt:

    Sie hat Lohmann und Olijnyk angezeigt und für deren Entlassung gesorgt. Sie versucht, fast 400.000€ von Olijnyk zurückzuholen. Geld, welches der AWO im Moment dringend fehlt. Geld, was in höhere Löhne fließen könnte.
    Und so wie es aussieht, stehen die Chancen dafür ja auch gar nicht schlecht. Herr Diestel stand beim Prozessauftakt nicht gut da. Einen Vergleich, den er immer wieder ins Spiel bringt, wird es nicht geben. Sieht nicht gut aus für Herrn Olijnyk.
    Sie hat Aufklärungsarbeit geleistet in dem Maße, dass die Öffentlichkeit jetzt Bescheid weiß, wie in der AWO-Müritz hunderttausende Euros von großmäuligen Egos verprasst wurden. Tünckers und Borcherts Rolle müssen halt noch geklärt werden ….. Es bleibt spannend

  5. H sagt:

    Auch wenn Frau Ehlert seit 20 Jahren gewisse Dinge wusste gilt hier : Die Hand die mich füttert schlage ich nicht. Erst Recht nicht, wenn die Verantwortlichkeit beim damaligen Geschäftsführer, Vorstand, Landesvorstand, liegt. Wer meint, Frau Ehlert hier zu kritisieren, sollte sich selbst fragen, ob er denn Job, Ruf und Einkommen riskieren würde, für Sachen, die im Verantwortungsbereich anderer liegen. So ist das System !
    Nicht vergessen: Lohmann und Olijnyk haben so oder so ausgesorgt und Rudi Borchert hat immer noch seinen Job.
    Frau Ehlert ist beurlaubt, gekündigt und wird im Umkreis von 200km keinen gleichwertigen Job mehr kriegen. Warum? Vielleicht hat sie , nachdem sie Geschäftsführerin wurde, Verantwortung gezeigt oder übernommen!

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