Fahrplan 2018: 1,3 Millionen Euro zusätzlich für die Umsetzung von Bahnkunden-Anregungen

24. Oktober 2017

Mit mehr als 560 Nutzer des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Mecklenburg-Vorpommern haben Hinweise zum Fahrplanentwurf 2018 gegeben. Ein Teil der häufigsten Wünsche soll ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember umgesetzt werden. Weitere werden beim Aufstellen des Entwurfs für 2019 diskutiert.
Erstmals hatten Fahrgäste in M-V in diesem Jahr die Möglichkeit, Anregungen zum Entwurf für den kommenden Bahn-Fahrplan zu geben. Zwischen März und Juni konnten sie sich auf der Webseite der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) zu den einzelnen Verbindungen im Fahrplanentwurf 2018 äußern. Die meisten Hinweise gingen zu den Verbindungen Rostock-Hamburg und Rostock-Berlin ein.

„Ich freue mich, dass so viele Fahrgäste sich mit konstruktiven Anregungen eingebracht haben. Nach sorgfältiger Prüfung der Bürgerhinweise werden nun Fahrzeiten bestehender Züge angepasst und in Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen kurzfristig Leistungen auf den Linien Rostock – Hamburg, Rostock – Stralsund, Berlin – Stralsund, Rostock Hbf – Warnemünde und Züssow – Swinemünde erweitert“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel. Insgesamt 1,3 Millionen Euro zusätzlich werden dafür ausgegeben.

Ein besonderer Wunsch der Fahrgäste waren zusätzliche Spätverbindungen. Diesem wird z. B. Rechnung getragen mit einem zusätzlichen täglichen Spätzug auf der Strecke Schwerin – Hamburg und zurück. Von Stralsund bis Rostock soll ein zusätzlicher Zug am Freitagnachmittag fahren und in der Gegenrichtung täglich am späten Abend. Der 15-Minuten-Takt der Rostocker S-Bahn wird ab dem Fahrplanwechsel abends um eine Stunde verlängert.

Zur besseren Anbindung an das kulturelle Angebot in Berlin erhält Neubrandenburg an Wochenenden eine neue Nachtverbindung von Neustrelitz, in dem ein aus der Hauptstadt kommender Zug entsprechend verlängert wird.

Die Erreichbarkeit der touristischen Arbeitsplätze auf der Insel Usedom wird durch eine zusätzliche tägliche Frühverbindung von Wolgast nach Heringsdorf verbessert.

Außerdem wird bei einem Zug der Linie RE 4 von Bützow nach Pasewalk die Abfahrtszeit in Güstrow zugunsten des Schülerverkehrs in Malchin um einige Minuten vorgezogen.

Die zusätzliche S-Bahnverbindung zwischen Rostock und Warnemünde wird zum Fahrplanwechsel am 10.12.2017 umgesetzt. Für die anderen Verbindungen wird zurzeit geklärt, ab wann sie – auch in Abhängigkeit von bereits geplanten Bauarbeiten – umgesetzt werden können.

Bereits im vergangenen Sommer fuhren am Sonnabend der Hanse Sail zwei zusätzliche Spätzüge von Rostock nach Graal-Müritz. Auf der Strecke von Schwerin nach Parchim wird die Fahrlage eines Zugpaares zugunsten eines Fernverkehrsanschlusses aus Hamburg am frühen Abend verschoben.

„Die Bürger haben viele sinnvolle Leistungserweiterungen ins Gespräch gebracht. Die genannten Maßnahmen werden 2018 und 2019 schrittweise auf den Weg gebracht“, sagt VMV-Geschäftsführer Detlef Lindemann. Er kündigte zudem an, dass die Fahrgastbeteiligung fortgesetzt wird. Der Entwurf zum Jahresfahrplan 2019 wird im kommenden März unter www.fahrplan2019mv.de veröffentlicht.


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