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Fast 1400 Brustkrebsfälle im Jahr in Mecklenburg-Vorpommern

29. September 2017

Weltweit ist der Oktober zum Brustkrebsmonat ausgerufen worden. Die Aktion geht zurück auf eine Initiative der American Cancer Society aus dem Jahr 1985. „Ziel des Aktionsmonats ist es, die Vorbeugung, die Erforschung und die Behandlung von Brustkrebs stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Nach Meinung der Spezialisten ist die Früherkennung von Brustkrebs wichtig für die Heilungschancen wie bei kaum einer anderen Krebsart“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Um Brustkrebs möglichst früh zu erkennen, werden in Mecklenburg-Vorpommern seit 2007 alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum kostenfreien Mammographie-Screening eingeladen.

Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen betrifft mehr als jede vierte Krebsdiagnose bei Frauen in Mecklenburg-Vorpommern die Brust. Für das Jahr 2014 wurden 1.379 Fälle von Brustkrebs bei Frauen in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Die Mortalitätsstatistik weist für dasselbe Jahr 325 Todesfälle infolge von Brustkrebs aus.

Die höchste Neuerkrankungsrate ist bei Frauen im Alter von 65 bis 70 Jahren zu beobachten. In dieser Altersgruppe wird jährlich bei 335 von 100.000 Frauen in Mecklenburg-Vorpommern Brustkrebs diagnostiziert.

Auch jüngere Frauen sind betroffen. Ein Sechstel aller Erkrankten ist bei Diagnose jünger als 50 Jahre. Bei den restlichen Tumorarten trifft das nur auf jede zwölfte Frau zu. Auf Grund der insgesamt guten Prognose bei Brustkrebs lebten Ende 2014 in Mecklenburg-Vorpommern 10.105 Frauen, bei denen innerhalb der vergangenen 10 Jahre Brustkrebs diagnostiziert wurde. Das sind 1,5 Prozent aller Frauen im Erwachsenenalter in Mecklenburg-Vorpommern. „Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig, sich umfassend zur Krankheit und ihrem Verlauf zu informieren. Vor allem konkrete Tipps für den Umgang mit schwierigen Situationen können helfen, Ängste zu lindern“, sagte Glawe.

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige rund um das Thema Krebs. Telefonisch und per E-Mail beantworten Ärzte Anfragen. Der KID ist täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr unter 0800-420-30-40 oder unter krebsinformationsdienst@dkfz.de zu erreichen.

Veranstaltungshinweis: Krebsinformationstag am 07.10.2017 in Schwerin

Unter Schirmherrschaft des Wirtschafts- und Gesundheitsministers Harry Glawe hat die Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. einen Krebsinformationstag für Ärzte, Mitarbeiter onkologischer Versorgungseinrichtungen, Patienten, Angehörige und interessierte Bürger organisiert. Neben den Möglichkeiten zur Diagnostik genetischer Fragestellungen zu Krebserkrankungen soll es auch um die neuesten Informationen zu Therapiemöglichkeiten bei verschiedenen Tumorerkrankungen gehen. Weitere Informationen unter www.krebsgesellschaft-mv.de.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin. Weitere Informationen: www.krebsregister.berlin.de.


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