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Fast 80 Betrugsversuche in nur fünf Wochen – Aufmerksame Mitarbeiter ausgezeichnet

2. November 2017

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sind in den vergangenen fünf Wochen insgesamt 79 versuchte Trickbetrüge angezeigt worden. Heute hat die Polizei zwei Mitarbeiterinnen einer Bank ausgezeichnet, die einen Enkeltrick-Betrug an einer 80 Jahre alten Frau verhinderten.

Die ursprünglich als Enkeltrick bekannt gewordene Masche existiert mittlerweile in allen möglichen Varianten. Unter Vorgabe von Verwandtschaftsverhältnissen (z.B. Enkel, Nichte, Cousin), versuchten die Täter insbesondere bei älteren Damen, an Geld heranzukommen. Häufig gaben sie an, sich eine Immobilie kaufen zu wollen, wofür sie möglichst schnell Geld benötigen.

n den vergangenen Wochen ist es zudem immer wieder zu Anrufen von falschen Polizisten gekommen. Diese gaben an, BKA- oder LKA-Beamte zu sein. Oftmals riefen auch falsche Polizisten vom örtlichen Revier an. Diese teilten den Geschädigten zumeist mit, sie hätten eine Bande festgenommen. Im Rahmen von Durchsuchungen hätten die „Polizisten“ die Adresse der Angerufenen gefunden. Dies nehmen die „Beamten“ zum Anlass, die älteren Männer und Frauen nach Wertgegenständen im Haus zu fragen. Kollegen würden vorbeigeschickt, die aufpassen oder sogar Geld der Geschädigten mitnehmen sollen. Ebenso falsche Gewinnspielschulden, gefälschte Pfändungsschreiben sowie auch Haftbefehle sind immer wieder in den drei Landkreisen aufgetaucht.

Von den 79 Betrugsversuchen wurden 25 in Vorpommern-Rügen, 26 in Vorpommern-Greifswald und 28 in der Mecklenburgischen Seenplatte gemeldet.

Leider ist es im Bereich Vorpommern-Greifswald zu zwei geglückten Trickbetrügen gekommen. So hat Ende September eine 75-Jährige aus Anklam 200 Euro an eine türkische Adresse geschickt, weil ihr eine unbekannte Frau am Telefon mitteilte, sie hätte einen Vertrag bei einer Firma, wodurch es mittlerweile zu Schulden gekommen sei. Einen noch größeren Verlust meldete eine 80-jährige Frau aus Greifswald. Anfang Oktober verlor sie über 30.000 Euro an einen falschen Polizisten, der unter Angabe des bereits aufgeführten Vorwandes das Geld der Geschädigten in scheinbar sichere Verwahrung der „Polizei“ nahm .

Energisch nachgefragt

In den meisten Fällen haben die Geschädigten, Verwandten, Bekannten oder sogar auch Mitarbeiter von Banken richtig regiert: Sie wurden misstrauisch und meldeten die Straftaten sofort der Polizei, bevor es zu einem größeren Schaden kommen konnte.

In Friedland ist es jüngst zu einem Betrugsversuch bei einer 80-Jährigen gekommen. Bei einem Anruf von einem Mitarbeiter einer vorgegebenen Sicherheitsfirma wurde ihr mitgeteilt, dass die 80-Jährige Lottoschulden hätte und Kriminelle, die an ihr Geld kommen wollen, sie bespitzeln würden. Daher hat der Mitarbeiter ihr geraten, ihr gesamtes Geld von ihrem Konto abzuheben und zunächst einmal zu Hause aufzubewahren.

Sie versuchte daraufhin, 14.000 Euro bei ihrer Bank abzuheben. Dabei wurden zwei Mitarbeiterinnen der Bank misstrauisch und verständigten umgehend die Polizei. Für dieses aufmerksame Verhalten hat sich die Polizeiinspektion Neubrandenburg am heutigen Tag herzlich bedankt(Foto unten). Der Leiter des örtlichen Polizeireviers Friedland, Jens Apelt, betonte, dass nur durch das couragierte Handeln der beiden Mitarbeiterinnen die Straftat verhindert werden konnte. Hätten die beiden Damen nicht so energisch die Hintergründe erfragt, so hätte die 80-jährige Dame die 14.000 Euro abgehoben, an die Täter übergeben und damit verloren. Das Geld hätte sie dann nie wieder gesehen.
Mit einem Blumenstrauß und kleinen Präsenten der Landespolizei M-V bekräftigte Jens Apelt seinen Dank und verabschiedete sich mit dem Wunsch nach einer weiterhin guten Zusammenarbeit.

Die Polizei möchte auch weiterhin die Bevölkerung warnen und appellieren: Bleiben Sie misstrauisch, geben Sie keine persönlichen Daten an fremde Personen heraus, beenden Sie im Zweifel das Telefonat, geben Sie niemals ihr Geld an Ihnen fremde Personen und vertrauen Sie sich Angehörigen und der echten Polizei an – damit es in unserem Präsidiumsbereich auch weiterhin bei Versuchen bleibt.


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