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FDP-Politiker gegen gesonderte Flächen für muslimische Bestattungen

3. Februar 2017

Der FDP-Stadtvertreter Toralf Schnur hat sich gegen ein Gräberfeld auf dem Warener Friedhof für muslimische Bestattungen ausgesprochen. Dieser Wunsch der Georgengemeinde wird derzeit in verschiedenen Stadt-Ausschüssen diskutiert (WsM berichtete).

„Nach meinem Kenntnisstand gibt es derzeit für keine Religionsgemeinschaft einen besonderen Status auf unserem staatlichen bzw. kommunalen Friedhof. Man sollte daher auch darauf verzichten, einen derartigen Sonderstatus einzuführen. Vor dem Hintergrund des verfassungsrechtlich garantierten Gleichbehandlungsgrundsatzes wäre die Stadt Waren (Müritz) anschließend verpflichtet jeder weiteren Religion einen Anspruch auf eine besondere Behandlung zu gewähren. Ich halte diesen Weg für falsch, da er die ebenso verfassungsrechtlich verankerte Trennung von Staat und Religion im Ergebnis zumindest teilweise aufheben würde“, so Toralf Schnur in einer Presseerklärung.

Und weiter: „Nach meinem Kenntnisstand ist die evangelisch-lutherische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts in Mecklenburg-Vorpommern anerkannt und hat damit das Recht entsprechend § 14 Abs. 1 Nr. 3 des Bestattungsgesetzes (BestattG M-V) Träger eines Friedhofes zu sein. Allein vor diesem Hintergrund würde ich es begrüßen, wenn die evangelisch-lutherische Georgengemeinde ggf. die Möglichkeit in Betracht zieh,t auf den eigenen Flächen einen derartigen Friedhof zu schaffen. Die evangelisch-lutherische Kirche ist dazu aus meiner Sicht auch durchaus in der Lage, da sie über einen erheblichen Bestand an eigenem Grundvermögen (Grundstücken) verfügt.“

Hintergrund: http://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/pastorin-beantragt-flaeche-fuer-muslimische-bestattungen/

 


18 Antworten zu “FDP-Politiker gegen gesonderte Flächen für muslimische Bestattungen”

  1. Hermann sagt:

    Verehrter Hr. Schnur, sie vertreten hier die Meinung von Frau Zutt die der NPD angehört.

    • A.M. sagt:

      Wenn eine Antwort den Tatsachen entspricht dann ist es völlig egal wessen Meinung es ist.
      Auch eine Frau Zutt kann ja mal einen lichten Moment haben , also es geht um die Sache.

    • w sagt:

      Nein Hermann, Herrn Schnur ging es, dem Beitrag nach, darum, dass durch eine unbedachte, gut gemeinte Entscheidung keine Lawine losgetreten wird, die nicht unbedingt zum Stehen kommt, wo jede Religionsgemeinschaft ein Eckchen auf dem Friedhof beansprucht. Dies halte ich für unproblematisch, kann das Weitere aber nicht überschauen. Ob sein Schlingerkurs in Sachen Rechts/Mitte/Rechts daher kommt, dass er unsicher ist, wo am Besten Stimmen zu holen sind und auf jeden Fall was sagen muss?
      Leben und leben lassen! Darf das nicht in Sachen Trauern ganz besonders gelten? Dies allein ist für mich Grund genug, diese auf mich roh wirkenden Einlassungen nicht gut zu heißen.

  2. Nicht die Kirche, sondern eine örtliche Kirchengemeinde kann Träger eines Friedhofs sein. Die Kirchengemeinden in Waren besitzen zwei kleine Gärtchen, diese sind verpachtet und als Friedhofsgrundstücke ungeeignet.

  3. k.frind sagt:

    Wie kleinkariert ist das denn wieder? In anderen Städten ist man schon viel weiter.Dort gibt es nicht nur muslimische Friedhöfe sondern sogar schon Friedhöfe wo man seine Haustiere beerdigen lassen kann.

    • Karin sagt:

      Richtig!!!!!!!!!!!
      Es wird doch wohl möglich sein für Christen für Muslimen für Buddisten für Ungläubige für Haustiere u.s.w. den Friedhof aufzuteilen. Wir sind doch nicht spießig.

  4. Simo sagt:

    In anderen Städten gibt es auch jüdische Friedhöfe – die dann regelmäßig geschändet werden. Warum ein Problem erschaffen? Religion ist Privatsache. Jeder kann glauben was er möchte.

  5. w sagt:

    Simo,
    hast Du daran gedacht, dass es Symbole gibt, die so tief in uns stecken, dass wir sie brauchen? Bei uns ist Trauerfarbe schwarz. Es gehören Blumenkränze dazu und eine Grabrede in christlicher Tradition und so weiter. All das trägt dazu bei, dass wir gemeinsam trauern und uns dabei gegenseitig Halt geben. In anderen Kulturen gibt es andere Symbole: z.B. weiße Kleidung, andere Reden, anderen Grabschmuck. Privatsache braucht manchmal etwas Raum. Dein Problem schaffen nicht die, die einfach tolerant sind.

    Egal, wie sich die Stadt entscheidet. Wir und so auch unsere Vertreter wären schlecht beraten, gegenüber pseudopolitischen Vandalen klein beizugeben. Eine Entscheidungsgrundlage kann solch Kleinmut nicht sein.

    Hoffentlich finden unsere Stadtvertreter bald raus aus den düsteren Kungelstuben, ins gleißende Licht der Öffentlichkeit mit der Diskussionen um Für und Wieder! Endlich mal transparent arbeiten und nicht immer nur wortlos und geschlossen die ja- oder nein-Karte zeigen. Sonst lesen wir weiter nur, was Herr Schnur, mal Mitte, mal rechts, meint.

    • Karin sagt:

      Natürlich ,ich würde vorschlagen Waren baut auch eine Moschee und einen Tempel und was es sonst so braucht für unsere neuen Mitbürger. Nur nicht kleinlich werden mit unseren Steuergeldern.

  6. k.frind sagt:

    Warum unsere Steuergelder?Es gibt eine Menge Muslime hier im Land die genauso Steuern zahlen. Dazu gibt es nicht nur ausländische Muslime.Ich bin letztends einen deutschen Ehepaar begegnet,die ihre Religion gewechselt haben,wo die Frau freiwillig Kopftuch trägt. Es gibt auch schon einige deutsche Muslime. Jeder hier kann sich auf verschiedener Art u Weise beerdigen lassen. Ob nun in bestimmten Wäldern oder auf See.Warum soll man anderen Menschen es nicht erlauben,sich auf ihrer Art u Weise beerdigen zu lassen. Die Gräber an sich sehen doch nicht viel anderst aus als andere. Und Vandalen erfinden immer einen Grund ihren Frust abzubauen. Wenn es keine Gräber zum randalieren gibt,sind ebend Papierkörbe,Bushaltestellen oder Fussballstadien drane. Vandalismus hat nichts mit Religion zu tun sondern eher damit das manche Leute es nicht gelernt haben sich normal auszudrücken

  7. Petzibär sagt:

    Welcher Narr glaubt denn, das strenggläubige Muslime sich in unmittelbarer Nähe eines christlichen Friedhofs beerdigen lassen würden? Vielleicht noch die Trauerfeier in der Kirche nach dem Gottesdienst?! Und für welche Muslime soll dieses Gräberfeld dann bitte schön bestimmt sein? Für Sunniten, oder vielleicht ihre Todfeinde, die Schiiten? Oder Alawiten? Herr, lass Hirn regnen…

  8. Petzibär sagt:

    Aber eigentlich wundert mich hier gar nichts mehr. Wenn schon einer der obersten Evangelische Repräsentanten, Herr Bedford-Strom beim Besuch der Al Aksa -Moschee in Jerusalem vor einigen Wochen sein Kreuz abnimmt, auf Wunsch muslimischer Geistlicher, schäme ich mich als Christ fast schon für diese erbärmliche und erniedrige Geste. Da fordern wir natürlich in vorauseilendem Gehorsam schon mal unterwürfig ein muslimisches Gräberfeld. Wir sind ja tolerant und wollen schon mal präventiv deeskalieren.
    Einfach nur erbärmlich.

  9. Fischkopp sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/saudi-arabien-verbietet-national-geographic-cover-mit-papst-franziskus-13793513.html

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/01/real-madrid-beugt-sich-moslemischen.html

    Was soll das werden?
    Wenn der Glaubenskrieg jetzt schon auf die Friedhöfe ausgeweitet werden soll, kann es nur noch auf Konfrontation hinauslaufen. Die Frage ist doch wirklich, werden die muslimischen Gläubigen sich daran stören, das sich in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft christliche Symbole auf den Gräbern befinden?
    Die gelebte Intoleranz der muslimischen Religion und ihrer Anhänger ist allgegenwärtig und von uns verlangt man immer mehr Selbstverleugnung.
    Ich glaube an keinen Gott, noch nicht mal den weltlichen Möchtegern-Führern.
    Ich möchte jetzt auch meinen eigenen Friedhof haben, und nicht in unmittelbarer Nachbarschaft von Religionsanhängern begraben werden, die im Namen eines Gottes, Anders-oder Garnichtgläubige in die Hölle verdammen, wo sie ewige Qualen leiden sollen.

  10. k.frind sagt:

    Da mus es in manchen Städten aber schon reichlich Hirn geregnet haben.Köln hat ein Muslimisches Gräberfeld,Berlin,München überall gibts muslimische Gräberstellen oder ganze Friedhöfe u das ohne Probleme. Vielleicht liegt MV deshalb weiter hinten in der Piastudie.Weil geregnet hat es heute wieder nix.

    • Fischkopp sagt:

      Es steht Dir frei, Deinen Garten oder Dein Grundstück zum muslimischen Gräberfeld zu machen.
      Allen anderen steht es frei, dagegen zu sein.
      Es steht Dir aber nicht frei, Dich über andere zu erheben, weil Du (Glaubst) eventuell nach Pisa-Standard höher zu stehen!
      Diese arrogante Überheblichkeit habe ich bisher nur von der schwarzen SA der Antifa kennengelernt, die sich mit Inhalten garnicht erst beschäftigen, sondern gleich drohen, pöbeln oder direkte Gewalt ausüben.

    • Karin sagt:

      Probleme machen auch nur Menschen wie Sie . Demokratie bedeutet Ihnen nichts denn sonst würden Sie auch andere Meinungen gelten lassen.

  11. Petzibär sagt:

    Liebe Foristin Frind, gerade in Köln klappt alles prima, ob Gräberfelder oder Silvester. Besonders mit „einer Armlänge Abstand“.
    Sarkasmus aus. Das muslimische Gräberfeld in Hamburg Ohlsdorf ist fast ausschließlich durch Muslime der Bahai -Religion belegt, meist Kaufleute und Gesandte Persiens. Wissen Sie sicher, Sie sprachen ja die Pia (gemeint war sicher Pisa) -Studie an. Nun ist diese Art des muslimischen Glaubens im heutigen Iran als Ketzertum verfolgt. Merken Sie was? Wir schaffen uns mit unserer Selbstverleugnung nur noch mehr Probleme. Können oder wollen Sie das nicht verstehen?

  12. k.frind sagt:

    So ich für meinen Teil bin sehr demokratisch. Ich aktzeptiere nicht nur ihre Meinung sondern auch die Meinung derer die anderst leben wie wir. Demokratie bedeutet ebend,einen Mittelweg zu finden,wo mit alle zurecht kommen die hier leben. Ich aktzeptiere christliche Gräber genauso gut wie andere Gräber,egal welche. Dazu bin ich weder rechts noch irgend ein Antifa,ich bin manchmal ironisch aber nicht arrogant. Arrogant ist für mich die weltweite obere Elite die auf Geldsäcke sitzt u zuschaut wie weltweit Menschen elendlich verhungern u verdursten,obwohl es doch so einfach wäre dieses zu verhindern. Normalerweise ist genug für alle da.

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