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FDP will Rechtsaufsicht bemühen

14. November 2013
Jooabends_1024Über drei Jahre wurde diskutiert, entwickelt, verworfen, doch jetzt scheint es doch noch etwas mit einem Jugendzentrum in Waren zu werden. Die Stadtvertreter hatten gestern Abend die Wahl zwischen zwei Projektvorschlägen, dem „JOO!“ und dem „Camp“.
Der Gewinner heißt „JOO! Die Begründung dafür zwar etwas dürftig, die Baukosten bekannt, aber wer und wie das Haus später betrieben werden soll, ist nach wie vor nicht geklärt. Und genau das war auch der Anstoß für einige Stadtvertreter, im Vorfeld noch einmal eine Diskussion anzufachen.
Michael Löffler (SPD) und Toralf Schnur (FDP) sahen eine absolute Entscheidung zwischen beiden Projekte als „vertane Chance „an. Begründet wurde dies damit, dass bislang noch nicht einmal im Ansatz klar sei, wie das Jugendzentrum später betrieben werden soll, beziehungsweise welche Kosten in Zukunft auf die Stadt zukommen werden. Die FDP-Fraktion machte gleich zu Beginn der Diskussion deutlich, dass sie die Rechtsaufsicht bemühen werde, sollte eine Entscheidung für das eine und gegen das andere Jugendzentrum fallen. Laut Gesetzgeber gebe es eine Verpflichtung, die Gesamtkosten im Zuge eines solchen Beschlusses festzuschreiben.

Keine Jugendlichen dabei

Gegenargumente waren beispielsweise von Ralf Spohr (CDU),  dass das Projekt „JOO!“ überschaubar seien, und man nach über drei Jahren endlich einmal zu einem Ergebnis kommen müsse. Auch René Drühl (CDU), der im Ausschuss Jugendzentrum aktiv war, mahnte an, die Entscheidung jetzt zu treffen um konstruktiv an der inhaltlichen Gestaltung des Jugendzentrums zeitnah arbeiten zu können.

Bis 19. Februar, so sein Antrag, sollen die weiterführenden Kosten für das „JOO!“ auf dem Tisch liegen. Das Gros der Stadtvertreter wollten allerdings nach dem langen Hin und Her eine Entscheidung. Jetzt steht fest – es wird das „JOO“. Schade nur dass bei der Entscheidung keine Jugendlichen zugegen waren.
Zur Erinnerung: Anlässlich des Jahrestages der Wiedervereinigung vor drei Jahren hatte Jost Reinhold an den Landkreis Müritz und die Stadt Waren jeweils eine Million Euro gespendet. Das Ziel sollte die Errichtung eines Jugendzentrums sein. Jahrelang wurde diskutiert, ohne das etwas Zählbares heraus kam. Der Spender zog das Geld zurück. Reinhold stellte jedoch in Aussicht, das Geld wieder zur Verfügung zu stellen, wenn ein Konzept vorliegt. Und in der Zwischenzeit wurde mit dem Geld gearbeitet, in Google-Aktien angelegt und aus 2 wurden 2,5 Millionen, über die die Stadt Waren jetzt verfügen kann – immer noch für den gleichen Zweck: ein Jugendzentrum. Und obendrein gab es noch einen „Nachschlag“ für den Ausbau des Jugendclubs auf dem Papenberg.

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