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Forscher suchen typischen jungen Warener

15. Oktober 2013

Uni Marburg braucht Mithilfe von der Müritz

Es heißt „Regionalsprache.de“, ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprojekt Deutschlands und läuft unter der Federführung der Universität Marburg. Und: Es ist auch auf die Hilfe von Warenern angewiesen. Allerdings ganz bestimmten.

Ziel des Projektes ist es, die Struktur und Dynamik der modernen Regionalsprachen des Deutschen grundlegend zu erforschen. Die gesammelten Daten werden später im Netz zur Verfügung gestellt. Aber nicht nur das. Sie sollen auch in der Praxis  helfen. Zum Beispiel in der Kriminalistik. Denn durch die Optimierung der Sprecherkennung ist es möglich, die Fahndung nach Straftätern zu verbessern. Darüber hinaus sollen durch das Forschungsprojekt bessere Sprachverarbeitungssysteme entwickelt werden, die auch regionale Charakteristika von Sprache erkennen und verarbeiten können.

Im Verlaufe des Projektes werden Sprachaufnahmen an 150 ausgewählten Orten und in drei Generationen erhoben und miteinander verglichen. Und Waren an der Müritz gehört zu den Orten, die für die Forscher nach eigenen Angaben besonders interessant sind. Deshalb werden jetzt ein, zwei junge Leute im Alter von 17 bis 21 Jahren gesucht, die in Waren aufgewachsen sein müssen. Um die Einheitlichkeit innerhalb der Studie zu gewährleisten , müssen die Teilnehmer männlich sein. Auch beide Elternteile der Bewerber sollten schon aus Waren stammen. Darüber hinaus sollten die Teilnehmer nie länger als höchstens ein Jahr weg gewesen sein.

Die Uni-Mitarbeiter führen mit den Teilnehmern ein Interview zum persönlichen Sprachgebrauch. Mundartliches Fachwissen ist nicht nötig, es geht den Forschern vielmehr um die authentische Sprache eines typischen jungen Wareners. Für die Aufnahmen, die etwa zwei Stunden dauern und komplett anonymisiert werden, kommt jemand aus dem Forscherteam nach Waren. Nach Abschluss der Aufnahmen erhalten die Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro.

Wer Interesse hat und den Forschern helfen möchte, kann sich bei Ole Michael Caspers unter 06421 28-23507 oder per Mail: caspers@regionalsprache.de melden. Weitere Infos auch unter www.regionalsprache.de


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