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Gelten Geschwindigkeitsregeln auch für Fahranfänger ? – Junge Frau wird mit 138 auf Tempo-50-Strecke gemessen

9. Mai 2017

Fast unglaublich, aber wahr: Eine 20 Jahre junge Autofahrerin aus Stavenhagen hat die Polizei an der Mecklenburgischen Seenplatte in Staunen versetzt. Die Frau darf erst seit 14 Tagen mit ihrem Führerschein auf öffentlichen Straßen fahren – und war mit 138 Kilometern pro Stunde da unterwegs, wo man eigentlich 50 km/h fahren sollte.

„Einer unserer Videowagen hat die junge Frau am 8. Mai auf der alten Bundesstraße 96 in Klatzow bei Altentreptow gemessen“, wie ein Polizeisprecher WsM erzählte. Die Frau war mit einer Bekannten im Auto unterwegs und habe vermutlich mehrere Schilder übersehen, die vorschreiben, dass langsamer gefahren werden soll.

Nun muss sich die Fahrerin nach Abzug aller Formalien dafür verantworten, dass sie mindestens 81 km/h schneller war als erlaubt. Der Bußgeldkatalog schreibt dafür drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg – wo man bei acht Punkten den Führerschein verliert – und 600 Euro Geldstrafe vor.

Weil die Frau trotz Probephase auch noch wenig einsichtig reagiert hat, wird die Führerscheinstelle extra informiert. So wird wohl eine 300 Euro teure Nachschulung erforderlich.


6 Antworten zu “Gelten Geschwindigkeitsregeln auch für Fahranfänger ? – Junge Frau wird mit 138 auf Tempo-50-Strecke gemessen”

  1. Chico sagt:

    Naja, wer jung ist und die ehemalige B 96 in Klatzow bei Altentreptow nicht kennt, kann schon mal vermuten, dass es sich um eine Bundesautobahn handelt….
    Nein im Ernst, ich finde es gut, dass es eine Geschwindigkeitsüberwachung gibt, damit solche Leute vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Wer mit 138 km/h durch eine Ortschaft brettert, ist nicht nur eine akute Gefahr für sich selbst und seine Mitfahrer, sondern viel mehr für Andere, völlig unschuldige Verkehrsteilnehmer.
    Ich würde mich freuen, wenn sich einige Mitleser, die sich vor einigen Tagen noch über den Blitzer-Anhänger auf dem Schweriner Damm aufgeregt haben, auch mal zu diesem Fall äußern würden.

  2. East West sagt:

    Richtig so, runter von den Straßen.

  3. jens66 sagt:

    So manches Verkehrsschild und sicher auch den Tachostand kann man schon mal übersehen, wenn die Augen auf dem Smartphone sind….den Blitzer dann auch! …blöd gelaufen !!! Leider keine Ausnahme…kaum ein Mädel in dem Alter schaut noch nach vorn auf die Straße, dank whatsapp und facebook… Das Resultat…Rekordzahl an Verkehrstoten!
    Okay, das ist nur meine Meinung…kein Verkehrsgutachten. Trotzdem ist es Zeit etwas zu ändern.

    • IchW23 sagt:

      Hier muss ich mal kurz gegenargumentieren. Ich möchte Sie bitten nicht alle jungen Menschen (wie sie schrieben „kaum ein junges Mädel“ ist ja schon „fast“ frauenfeindlich). Ich bin selbst 23 Jahre alt und sehe oft genug Verkehrseilnehmer die (auch) älter sind als ich am Smartphone. Das ist von Alter und Geschlecht unabhängig.

      • jens66 sagt:

        Sie haben Recht und ich entschuldige mich für den alleinigen Bezug auf junge Mädels, die unentwegt während der Fahrt aufs Handy schauen. Natürlich gilt es für alle Altersgruppen und jedes Geschlecht gleichermaßen.

  4. Peter Sohr sagt:

    Es geht hier nicht um Smartphone, Whatsapp & Co. Es geht darum das Jemand mit Führerschein auf Probe unvorstellbar hohe Geschwindigkeiten innerhalb einer Ortschaft fuhr, sich erwischen lies und dabei uneinsichtig war. Obwohl der Erwerb der Fahrerlaubnis noch nicht all zu lange her war sollten die Verkehrsregeln noch brühwarm sein. Traf alles nicht zu und bei dieser beispiellosen Kausalkette plädiere ich zur kompletten Wiederholung der Fahrerlaubnis mit vorhergehender MPU. Solch ein Fahrzeugführer gehört einfach nicht auf die Straße als tickende Zeitbombe! Ob nun Opa, freiwilliger Feuerwehrmann oder junge Frau. Gleiche Gesetze – gleicher Maßstab! fertig!

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