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Gemeinsames Erinnern am Warener „Sternenkinderfeld“

28. Juni 2017

„Den eigenen Tod stirbt man nur, den der anderen muss man leben.“ Mit diesen Worten hat Pastor Leif Rother vor einem Jahr auf dem Warener Friedhof ein „Sternenkinderfeld“ eingeweiht und gesegnet. Einen Platz, auf dem fehl- und tot geborene Kinder bestattet werden. Einen Ort, an dem betroffene Eltern trauern können. Am kommenden Sonnabend, 1. Juli, findet am „Sternenkinderfeld“ eine Andacht mit Leif Rother und Torsten Harder (Musik) statt.

„Ein Kind zu verlieren, das unter dem eigenen Herzen heranwuchs, ist eine der schlimmsten Erfahrungen, die man machen kann. Solch ein Verlust zerstört Freude, Hoffnung sowie Glück und ist zutiefst schmerzvoll. Um so wichtiger ist ein Platz zum Trauern, zum Verarbeiten, aber auch, um neue Kraft zu sammeln und wieder Hoffnung zu schöpfen“, so Pastor Leif Rother bei der Segnung des Feldes.

In der Müritz-Region werden pro Jahr bis zu zehn Kinder die fehl- oder tot geboren und dann auf dem „Sternenkinderfeld“ beigesetzt.

Mittelpunkt des „Sternenkinderfeldes“ ist eine Stele, die oben abgebrochen erscheint. Und genau das soll so sein, denn das Bruchstück symbolisiert, dass etwas angelegt wurde, das leider nicht zur Vollendung gekommen ist. Und auch die einzigartige Struktur der Stele, die von den Warener Preik-Brüdern geschaffen wurde, hat eine Bedeutung: So einzigartig wie die Struktur, so einzigartig ist jeder Mensch.

Auch zwei Textfelder finden sich auf der Stele. Zum einen: „Weil wir auch das sind, was wir verloren haben.“ Und zum anderen: „Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.“

Zur Andacht am Sonnabend sind alle betroffenen Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. Sollte es regnen, findet das gemeinsame Erinnern an die „Sternenkinder“ in der Friedhofskapelle statt.

Foto unten: Pastor Leif Rother und Musiker Torsten Harder gestalten die Andacht am „Sternenkinderfeld“


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