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Großes Drogenlager ausgehoben: Stavenhagener als mutmaßlicher Zwischenllieferant vor dem Landgericht

10. August 2017

Ecstasy, Amphetamine, Haschisch, Kokain und Heroin: Ein mutmßalicher Rauschgift-Zwischenhändler, der an der Mecklenburgischen Seenplatte keine so kleine Rolle eingenommen haben dürfte, steht seit gestern in Neubrandenburg vor Gericht. Der 54-Jährige hatte in seiner Wohnung kilogrammweise Ecstasy-Tabletten – in Schwarz und Rosa, wie es in der Anklage heißt – zudem große Mengen Amphetamine, und viel Marihuana und Haschisch.  Gesamtwert etwa 160 000 Euro.


In fast jedem Raum seiner Neubauwohnung wurden die Polizisten fündig, als sie im Februar unerwartet fast zwei Stunden die Wohnung in einem Fünfgeschosser und den dazugehörigen Keller durchsuchten. Auch die sogenannten harten Drogen , also Kokain und Heroin , fanden die Beamten. Wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, wie es juristisch korrekt heißt, droht dem Stavenhagener eine mehrjährige Haftstrafe. Einige Drogen wurden schon verkaufsfertig in kleinen Abpackungen beschlagnahmt.

Ob er die Ermittler an seinem Wissen noch teilhaben lässt, und wie groß der Verteilungsradius war – vielleicht auch bis an die Müritz – blieb zu Prozessbeginn erst einmal offen. Mit einem Geständnis würde der Mann sein Strafmaß noch etwas mildern können. Dass die Drogen nicht ohne sein  Wissen in seiner Wohnung waren, das dürfte nach der Lebenserfahrung klar sein. Aber das Gericht vertagte die Anhörung des Angeklagten erstmal auf Anraten der Anwältin aus Bremen. Am 28. August soll der Prozess weitergehen.

In Waren stand gestern eine 31 Jahre alte Frau aus Penzlin vor Gericht. Sie soll nicht nur Drogen besessen, sondern damit auch gehandelt haben. Das Schöffengericht verurteilte die Frau zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung.


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