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Horror im Feriencamp: Junge soll missbraucht worden sein

31. August 2016

Gästehütten im JWH LoppinEs sollte ein Feriencamp mit vielen Abenteuern und jeder Menge Spaß in idyllischer Lage am See werden, doch es wurde für mindestens einen Jungen zum Albtraum, den er wahrscheinlich sein Leben lang nicht vergessen kann: Im Jugendwaldheim Loppin bei Jabel soll ein Betreuer in der vergangenen Woche einen 7-Jährigen sexuell missbraucht und weitere Jungen nackt fotografiert haben.
Der Neubrandenburger Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler bestätigte entsprechende Informationen von „Wir sind Müritzer“ und erklärte zugleich, dass der dringend Tatverdächtige seit Sonntag in Untersuchungshaft sitzt.

Die Jungen nahmen an einem Angelcamp des Unternehmens KI JU Reisen teil und wurden unter anderem von einem 34 Jahre alten Mann aus Bayern betreut. Der, so die bisherigen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft, hat vor dem betroffenen Jungen sexuelle Handlungen an sich vorgenommen und den Schüler aufgefordert, das auch bei ihm zu tun. Darüber hinaus soll er andere Kinder unter anderem beim Duschen fotografiert haben.

Als die Eltern die Kinder am Wochenende abgeholt haben, vertraute sich der Betroffenen ihnen an. Gegen den Verdächtigen ist umgehend Haftbefehl beantragt und auch erlassen worden. Außerdem stellten die Ermittler verschiedene Datenträger wie Sticks und Festplatten sicher, die jetzt ausgewertet werden müssen. Auch laufen derzeit weitere Befragungen und Ermittlungen zu den Umständen.

Wegweise der MöglichkeitenWahrscheinlich gerät dann auch der Reiseveranstalter KI JU Reisen ins Visier der Ermittler, denn der ist Recherchen von „Wir sind Müritzer“ zufolge kein unbeschriebenes Blatt in dieser Hinsicht. Obwohl das Unternehmen mit Sitz in Brandenburg online ganz groß damit wirbt, gut ausgebildete Betreuer zu haben und sogar das Qualitätssiegel „Sicher-Gut“ tragen zu dürfen, das eine gute Betreuung bei Freizeitangeboten attestiert, hat es bei Feriencamps von KI JU bereits mehrfach Missbrauchsfälle gegeben. Und zwar auch schon im Jugendwaldheim Loppin bei Jabel.

Dort hat im Jahr 2013 ein damals 19 Jahre alter KI-JU-Reisebetreuer mehrere Kinder sexuell missbraucht und ist dafür später von einem Jugendschöffengericht zu einer Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf Bewährung, verurteilt worden.
Im Sommer 2015 wieder ein Missbrauchsfall in einem KI-JU-Sommercamp. Damals verging sich ein 37-Jähriger an drei Jungen. Die Eltern warfen dem Reiseveranstalter vor, über die einschlägige Vergangenheit des Betreuers informiert gewesen zu sein und zeigten das Unternehmen wegen unterlassener Hilfe und Verletzung der Aufsichtspflicht an.

Dennoch konnte der Reiseveranstalter offenbar so weiter machen wie bisher. Das ist einem siebenjährigen Jungen in der vergangenen Woche im idyllischen Loppin zum Verhängnis geworden.

„Wir sind Müritzer“ hat die beiden Geschäftsführer um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort gab’s von ihnen bislang nicht. Stattdessen läuft derzeit in Loppin ein weiteres Camp von KI JU Reisen. Ganz so, als wäre nichts passiert.

Foto unten: KI JU Reisen wirbt unter anderem damit, dass Eltern ihre Kinder in guten Händen wissen.
Foto ganz unten: Mindestens zweimal gab es bereits ähnliche Vorfälle in Camps von KI JU Reisen

 

 

Loppin3

Fotos im Text: Landeswaldforst MV

Eine Antwort zu “Horror im Feriencamp: Junge soll missbraucht worden sein”

  1. Rico sagt:

    Gleich ab in den Knast mit solchen Leuten… 30 Jahre ohne Bewährung… Ich könnte kotzen… Aber unsere Gesetze sind ja so lasch, da überlegen die gar nicht lange… Weg mit dem Kinderschänderpack…

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