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In den nächsten Jahren weitere 1000 Touristen-Betten

12. August 2016

Die Initiative, in Waren eine Fremdenverkehrsabgabe  einzuführen oder die schon vorhandene Kurabgabe zu erhöhen, geht nicht von der Stadtverwaltung, sondern von den Stadtvertretern aus. Auf diese Feststellung legt die Behörde großen Wert, gibt aber zugleich zu, dass sie für die nötige Erweiterung von Warens Infrastruktur Geld braucht.
Woher das kommen soll, wird in den kommenden Wochen und Monaten beraten. Ins Gespräch haben die Volksvertreter zum einen die Erhöhung der Kurabgabe und zum anderen die Einführung der Fremdenverkehrsabgabe gebracht.

HafenidyllWährend die Kurabgabe von den Urlaubern bezahlt werden muss, werden für die Fremdenverkehrabgabe alle Einwohner zur Kasse gebeten, die in irgendeiner Form vom Tourismus profitieren. Und das sind richtig viele.

Warum die Infrastruktur verbessert werden muss, zeigen aktuelle Zahlen. So stehen in Waren derzeit 6463 Besucher-Betten zur Verfügung, in denen im vergangenen Jahr 182 000 Menschen übernachteten, der größte Teil von ihnen, nämlich 110 000, in den Monaten Mai bis August.

In den nächsten vier Jahren kommen noch einmal über 1000 Betten hinzu, und zwar in der „Hafenresidenz“, im „Müritzpalais“, auf dem Grundstück „Mare Müritz“ im geplanten „Aqua Regia Park“ auf dem Nesselberg und im neuen Fahrradhotel in Eldenholz.

Damit steigt die Bettenzahl um 16 Prozent, pro Jahr dürften dann um die 205 000 Übernachtungsgäste in Waren eintrudeln. Und denen muss man viel bieten. Ein Müritzeum und ein bisschen Kultur reichen nicht aus.


6 Antworten zu “In den nächsten Jahren weitere 1000 Touristen-Betten”

  1. Mario sagt:

    Die Stadt braucht anscheinend das Geld. Aber eine Fremdenverkehrsabgabe wird nur zu indirekten Preiserhöhungen seitens der Betroffenen führen. Das Geld muss ja auch erstmal verdient werden. Irgendwie hab ich immer noch die alljährlichen Vorträge bei der Vermieterversammlung der Kur- und Tourismus GmbH im Ohr, wo gesagt wurde, dass die Gäste sich über das Preisniveau in den Gaststätten beschweren und das die privaten Vermieter doch bitte nicht zu hohe Übernachtungspreise ansetzen. Aber denen wird wohl nicht anderes übrig bleiben, als über Preiserhöhung die eventuell nun kommenden Abgaben zu finanzieren.
    Also liebe Stadtvertreter: seht genau hin, wer wieviel berappen soll. Und denkt auch drüber nach, ob nicht auch eine Lastenverteilung über die Erhöhung der Kurtaxe möglich wäre.

  2. Sirko Moderecker sagt:

    Wie wird die Parkplatzsitustion geregelt werden? Bereits mit den jetzigen Besucherzahlen sind wir am Limit. Ich schlage vor das zuerst der Parkplatz am Kietz aufgestockt wird mit einen zweiten und dritten Parkdeck oder auch noch einen vierten. Die jetzt fehlenden Parkplätze würden weitaus große Mengen an Geld in die Stadtkassen Spühen.

    • Uwe Mangelsdorff sagt:

      Über diese Variante könnte tatsächlich mal nachgedacht werden. Allerdings würden dann auch die kostenlosen Parkplätze für uns Warener auf der rechten Seite (von der Müritz aus gesehen) wegfallen.
      Aber immerhin; eine Überlegung ist es wert…

  3. Klaus Maier sagt:

    Soviel ich weiß , will die NPD diese Steuer nicht, wieso schreibt man dann , das der Vorschlag von den Stadtvertretern kommt. ?

  4. Willi sagt:

    Welche kostenlosen Parkplätze für Warener? Ich kenne nur die vor dem Amtsbring, aber die sind doch (noch) für alle kostenlos. Und das nicht, weil die Stadt großzügig ist, sondern weil dort hauptsächlich Stadt bzw. Kreis Angestellte parken. Jetzt wo zumindest der Kreis stark an Personal abgebaut hat, wundert mich eh, das noch keiner auf die Idee gekommen ist auch dort zu kassieren. Wie auch immer, ich hoffe, man kommt nicht wieder auf die Idee, das bisschen grün an der Mecklenburger Straße mit einen Parkhaus zuzuballern. Letztlich sollte man bei der ganzen Parkgeschichte bedenken, dass es in Waren maximal im Juli-August eng wird und das auch nur bei schlechten Wetter. Ob sich deswegen ein zusätzliches Parkhaus rentiert, wage ich zu bezweifeln.

  5. w sagt:

    Ob die 1000 Betten durch zusätzliche Übernachtungen gefüllt oder nur dadurch, dass den bestehenden Anbietern die Urlauber abgezweigt werden? Sowas erleben wir ja schon mit den Schiffen, die zuweilen hörbar um die aus Bussen steigenden Tagesgäste buhlen.

    Je mehr Betonburgen am Ufer, graue Parkhäuser, Schwimmsteganlagen mit dümpelnden Plastikbooten, Gastronomitäten für Laufkundschaft und Parkuhren entstehen, umso rasanter spricht sich herum, wie romantisch das Städtchen Waren für einen beschaulichen Urlaub ist. Immer wird sich Angebt und Nachfrage irgendwo einpendeln. Auf zu neuen Ersten Spatenstichen und Banddurchschneidungen, alles wird gut und bei 1000 Betten wird es nicht bleiben.

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