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In MV erkranken jährlich rund 1200 Männer an Prostatakrebs

14. September 2017

Am Freitag, 15. September, wird der „Europäische Prostatatag“ begangen. Im Jahr 2005 haben Urologen- und Patientenverbände aus ganz Europa den Tag ausgerufen. „Mit dem `Europäischen Prostatatag´ soll die Öffentlichkeit über Erkrankungen der Prostata, ihren Risiken und Folgen stärker informiert werden. Gleichzeitig ist es das Ziel, das Thema zu enttabuisieren. Männer sollten bei Beschwerden frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, um Therapiemöglichkeiten so schnell wie möglich einzusetzen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern ist Prostatakrebs nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen  mit 20 Prozent aller Krebserkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jährlich erkranken daran ungefähr 1.240 Männer in Mecklenburg-Vorpommern (Durchschnitt der Jahre 2013 und 2014).

An Prostatakrebs versterben pro Jahr durchschnittlich 270 Männer in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Lungen- und Darmkrebs ist er mit neun Prozent aller Krebstodesfälle die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache.

Prostatakrebs gilt vorwiegend als eine Erkrankung des höheren Alters – so sind mehr als die Hälfe aller Erkrankten zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 70 Jahre. Nur ein Prozent der Prostatatumore tritt bei Männern unter 50 Jahren auf.

Nach Angaben des GKR bestehen bei einer frühen Diagnose gute Behandlungs- und Überlebenschancen. Ende des Jahres 2014 lebten in Mecklenburg-Vorpommern 10.650 Männer, die in den vergangenen zehn Jahren die Diagnose Prostatakrebs erhielten. In der Altersgruppe der über 70-jährigen waren es 7.470 Männer, das sind rund sechs Prozent aller Männer dieser Altersgruppe.

Servicehotline und Selbsthilfegruppen

„Die Diagnose Krebs ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen mit viel Leid und Ängsten verbunden. Wichtig ist, kompetent über die Krankheit, über Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten informiert zu werden. Neben Ärzten als Ansprechpartner gibt es bei der Diagnose Prostatakrebs auch ein Selbsthilfenetz, das Erkrankte unterstützt“, sagte Glawe.

 

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) e. V. bietet eine telefonische Beratungshotline an. Die Berater sind dienstags, mittwochs und donnerstags (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) in der Zeit von 15 Uhr bis 18 Uhr unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800–70 80 123 zu erreichen. Selbsthilfegruppen gibt es nach Angaben des Bundesverbandes auch in Wolgast, Greifswald und Umgebung, Rostock und Umgebung, in der Griesen Gegend (Dersenow) und in Schwerin. Weitere Informationen unter www.prostatakrebs-bps.de

 

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin. Weitere Informationen: www.krebsregister.berlin.de.


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