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Investor zieht Antrag auf Baumfällung zurück

2. Oktober 2017

Die Investoren von „MareMüritz“ haben es sich jetzt offenbar doch anders überlegt: Wie die Stadt Waren auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“ bestätigte, wollen sie ihren Antrag auf Fällung weiterer Bäume beim Landkreis zurückziehen. Nur einer soll noch fallen. Eigentlich wollte die 12.18. Maremüritz- Yachthafenresort und Spa GmbH & Co. KG weitere elf Bäume weg haben.

In ihrem Antrag auf Fällung weiterer Bäume bezogen sich die Investoren auf ein Gutachten, das ans Tageslicht gebracht habe, das diese Bäume nicht zu halten sind (WsM berichtete). Diese Ankündigung rief sehr viel Unmut in Waren hervor, außerdem machte die Stadt klar, dass bei Fällung der beantragten Bäume auch der Bebauungsplan geändert werden müsse. Das wollten die Bauherren dann wohl doch nicht.

Im Stadtentwicklungsausschuss am 10. Oktober soll nun der überarbeitete Gestaltungsplan für den Bereich der Fontanestraße vorgestellt werden.

Erst im März sorgte der Luxus-Bau in Waren für mächtig Ärger, als in einer Nacht- und Nebelaktion vom beauftragten Bauunternehmer mit einem Bagger mehrere Bäume herausgerissen wurden und dafür später ein paar tausend Euro Strafe gezahlt werden mussten (WsM berichtete).

Insgesamt plant die 12.18. Investment den Bau von 184 Ferienwohnungen, einer Hafenanlage mit 150 Liegeplätzen, eigener Hafengastronomie und einer Wellness-Oase.


4 Antworten zu “Investor zieht Antrag auf Baumfällung zurück”

  1. WRN sagt:

    Auch der eine Baum, ist einer zuviel!!!!!! Man hätte eben die Bebauung den Gegebenheiten anpassen müssen und nicht wies vielerorts in Waren praktiziert wird. „Wir setzten da mal ein Betonklotz hin und die Bäume die im Weg sind, fällen wir einfach“. Wie auch damals auf dem Nesselberg , wo ein erhebliches Stück vom Wäldchen abgeholtz wurde😤, aber da gab es ja LEIDER noch nicht diese Plattform (WsM). Wo sich der Steuerzahler auch mal zu Wort melden kann👍. Es vergeht ja fast keine Woche mehr , ohne das irgendwo was gefällt werden soll😠. Es würde mich nicht wundern, wenn irgendwann auf dem Papenberg das Hotel mit Tauchturm gebaut wird( in welchem Jahrzehnt auch immer🤔) und plötzlich das Wäldchen oberhalb vom Strand an der Feisneck im Weg ist , weil bessere Aussicht aufs Wasser. Ist zwar ein bischen übertrieben, ABER , bei der jetztigen Bebauungspolitik hier 🤔, weiß man ja nie.

  2. HaPe sagt:

    Der Antrag auf Fällung „weiterer“ Bäume bei Ausbau der MareMüritz Hafenanlagen soll nun zurückgezogen werden. Das hört sich zunächst mal positiv an und gibt zur Freude Anlaß. Diese vordergründig gute Nachricht kann jedoch nicht übertünchen, daß ein beträchtlicher Teil des schönen Baumbestandes bereits gefällt und damit unwiederbringlich verloren ist. Natur ist und bleibt kein Gut der Beliebigkeit und aus gutem Grunde schützenswert. Es ist zu hoffen, daß auch in und für Waren eine neue Zeit der Einsichtigkeit in die überragende Bedeutung der Natur beginnt. Allerdings lassen die nun neuerlichen Absichten der Stadt, einen nennenswerten Pappelbestand am Hafenbereich zu fällen, erhebliche Zweifel daran aufkommen. Der immer wieder bleibende bittere Beigeschmack an vordergründig positiven Meldungen bleibt also weiterhin bitter.

  3. MÜR sagt:

    Jeder, der in der Schule in Biologie gut aufgepasst hat und die Baustelle kennt, weiß, dass in der nächsten Zeit trotzdem viele Bäume gefällt werden müssen. Buchen gehören zu der Gruppe der Flachwurzler. Das sollten die Beamten vom Landkreis theoretisch auch gelernt haben. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden bereits bei allen Bäumen, die im Wege stehen, die Wurzeln großzügig entfernt oder stark beschädigt. Die Bäume werden somit entweder von alleine absterben bzw. umfallen oder schlussendlich aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen. Aber zum Glück kostet so eine fahrlässige Aktion ja nur 1000 Euro pro Baum….! Schnäppchen… Wozu also einen Antrag stellen, wenn man das ganze auch aussitzen kann.

  4. w sagt:

    So ist das nicht, MÜR! Es kommt nämlich auch darauf an, wer Bäume fällen will. Ist es ein ansässiger Bürger ohne Firmenbesitz, kostet es 1000 Euro pro Baum, wenn er nachweisen kann, dass er keine doppelten Ersatzpflanzungen von Großbäumen vornehmen kann. Bei der 12.18. Maremüritz – Yachthafenresort und Spa GmbH & Co. KG läuft das, soweit ich es sehe, etwas anders. Da wurde als Ersatzmaßnahme für alle Umweltbeeinträchtigungen vom verehrten Bau- und Umweltamtsleiter, Herrn Doktor Lüdde (war mal bei den Grünen und so Definition Umweltfreund) pauschal festgelegt, dass die 12.18.&Schießmichtot einen weiteren Teil der trockenen Wiese hinter dem Hagebaumarkt zu einem Trockenrasenbiotop machen kann. Otto-Normalbaumfäller bekommt so ein Angebot nicht. Wie bei anderen Investoren werden dazu, zumindest was ich sehe, keinerelei Aktivitäten nötig. Für die illegalen Baumfällungen, die einen Normalbürger nach strafrechtlicher Verfolgung hinter Schloss und Riegel bringen können, werden, soweit das bekannt ist, zu den Akten genommen und kosten DANN 1000 Euro…
    … und eventuell eine Schüssel Grünkohl und andere kulinarische Highlights von Johann Lafer pro Amtsträger.

    Jedenfalls lädt die Schießmichtot immer wieder alle Entscheidungsträger großzügigst ein und wer was auf sich hält, kommt auch.
    http://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/beliebter-kochstar-stiehlt-gruenkohl-koenig-die-show/
    http://www.wir-sind-mueritzer.de/allgemein/wiedereroeffnung-am-fleesensee-eine-nacht-ein-fest-ein-magischer-moment/

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