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Italiener oder Albaner im Lokal? Behörden kommen bundesweit agierender Fälscherbande auf die Spur

15. März 2018

Eine Gruppe von Italienern, auch aus Mecklenburg und Vorpommern, soll jahrelang Albaner in die EU und auch Norddeutschland eingeschleust und mit falschen Papieren ausgestattet haben. Als Kopf der Gruppe wurden zwei 65 und 52 Jahre alte Männer in Stralsund ermittelt, bei denen jetzt die Wohnungen durchsucht wurden. Das bestätigten Zoll und Bundespolizei gegenüber „Wir sind Müritzer“.

Die eingereisten Albaner gehen mit den falschen Ausweisen als angebliche Italiener hier arbeiten. Unter anderem in der Gastronomie wie in Pizza-Restaurants.

Die als Fälscher verdächtigten Italiener sollen sich die entsprechenden Ausweisunterlagen in ihrer Heimat beschafft haben. Dort war bereits 2010 eine größere Menge von amtlichen Papieren verschwunden, die eigentlich vernichtet werden sollte. Albanien gehört nicht zur Europäischen Union. Deshalb dürfen diese Einwohner nicht so einfach wie EU-Bürger ein- und ausreisen und vor allem einer Arbeit an der Müritz oder der Ostsee nachgehen.

Dazu wäre ein besonderer „Aufenthaltstitel“ nötig, hieß es von den Behörden. Das sollte vermutlich umgangen werden.

Bei den Durchsuchungen wurden in vier Wohnungen unter anderem ein Computer und mehrere Zehntausend Euro an Bargeld gefunden. Der Jüngere der Tatverdächtigen hatte wohl etwas geahnt: Der Mann war bereits geflüchtet.

Zoll, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in Verbindung mit Urkundenfälschung und vermuten bandenmäßige Strukturen in ganz Deutschland.


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