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Jetzt auch „Tafelsilber“ im Müritzeum

10. Oktober 2014

MZ2Für die einen sind es einfach nur kleine Fische, für die anderen ist es eine richtige Sensation: Seit gestern drehen im riesigen Schaubecken des Müritzeums nicht nur die Großen Maränen ihre Runden, sondern auch etwa 200 Kleine Maränen. Und das ist einzigartig, denn die Kleine Maräne konnte bisher nicht in Aquarien gezeigt werden, weil sie eigentlich nur knackige Wasserflöhe mag und ödes Trockenfutter rigoros abgelehnt hat.

Dem Warener Fisch-Experten Günter Ziebarth ist es jetzt aber gelungen, die Kleine Maräne, auch „Tafelsilber“ genannt, sozusagen auf den Geschmack zu bringen, an Trockenfutter und auch die Aquarium-Atmosphäre zu gewöhnen.

MZ4Bereits seit zwei Monaten leben sich die grün-silbernen Fische im Quarantänebecken unter der Herrenseebrücke in ihrem neuen Zuhause ein, und dennoch war es sowohl für Günter Ziebarth als auch für Aquariumsleiter Marco Kastner gestern spannend, zu beobachten, wie sich die „Neulinge“ im großen 100 000-Liter-Becken verhalten.
Während Günter Ziebarth prophezeite, dass die kleinen Zuzüge im Schwarm zusammenbleiben, meinte Kastner, dass sie sich verteilen. Recht behielt Ziebarth, denn die „Lütten“ zogen den Gruppen-Ausflug vor und erkundeten zunächst nur den oberen Bereich des Beckens – noch ungestört von den Großen, die nur hin und wieder ihre Bahn kreuzten.

„Für uns ist das wirklich ein ganz besonderer Tag, denn wir zeigen hier regionale Fische, die Kleine Maräne fehlte bislang aber. Dabei ist sie sehr typisch für unsere Region, aber eben auch sehr empfindlich“, sagte Andrea Nagel als Geschäftsführerin des Müritzeums. Die Besucher des Naturerlebniszentrums können jetzt somit 50 verschiedene Arten bestaunen.

Die erfolgreiche Zucht der Kleinen Maräne hat aber noch einen anderen Vorteil, denn der Bestand des schmackhaften und grätenarmen Fische kann den gestiegenen Bedarf kaum decken. „Deshalb wird die Kleine Maräne auch in der Aquakultur künftig eine Rolle spielen“, so Günter Ziebarth.

MZ1Oben die Lütten unten die großen: Seit gestern sind im 100 000-Liter-Becken des Müritzeums sowohl die Kleine als auch die Große Maräne zu Hause.


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