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JOO! oder CAMP – Welches Jugendzentrum für Waren?

5. August 2013

Von Antje Rußbüldt-Gest

Waren. „JOO!“ oder „Camp“ – das ist gegenwärtig eine wichtige Frage in der Müritzstadt. Denn Ende August sollen Warens Stadtvertreter entscheiden, welches Konzept für ein Jugendzentrum umgesetzt werden soll. Die Jugendlichen der Stadt hoffen, dass endlich eine Entscheidung fällt und sie dann bald einen Ort für sich haben.

Das JOO!

Da gibt es zum einen das „JOO!“, ein Neubau, entworfen vom Warener Architekten Christian Klein mit vielen verschiedenen Freizeitbereichen. Neben einer Disko soll das „JOO! beispielsweise auch einen Laufsteg für Modenschauen, ein Facebook-Cafè, einen Chill-Out-Raum, einen Sport-Bereich, einen Probenraum für Bands, und einen attraktiven Außenbereich erhalten. Kostenpunkt: rund 2,3 Millionen Euro und damit mit der Spende von Jost Reinhold finanzierbar.

Der Name JOO! steht übrigens für Junges Kulturhaus Waren (Müritz) – in Anlehnung an das geliebte Kreiskulturhaus auf dem Mühlenberg, aber auch JOO! wie das plattdeutsche Ja, oder JOO! wie Jost Reinhold, der das Geld für ein Jugendzentrum spendiert.

Sollten sich die Stadtvertreter für dieses Projekt entscheiden, könnte mit dem Bau auch sofort losgelegt werden, schon im Herbst des kommenden Jahres sollen sich die Teenager der Region dann bereits im „JOO!“ amüsieren. Denn auch ein Betreiber für die Disko steht in den Startlöchern und hat am Konzept mitgewirkt.

Auch einen Standort gibt es: Der Neubau könnte auf dem Caravan-Stellplatz zwischen Amtsbrink und Ärztehaus am Kietz entstehen. Im Gespräch ist nach Informationen von WsM zudem der unbefestigte Parkplatz zwischen dem letzten Haus in der Mozartstraße und dem Schweriner Damm.

Das Camp

Das „Camp“ ist ein Projekt des Warener Architekten Thomas Kisse, der sich dafür das alte KIB-Gelände in der Teterower Straße gleich rechts nach der Brückenabfahrt ausgesucht hat.

Ein rund 11 000 Quadratmeter großes Industrieareal mit zerfallenen Gebäuden. Die Substanz, so Thomas Kisse, sei aber gut. Und auch gerade die Größe des Objektes biete viele Möglichkeiten, die man nicht mit einem Mal ausnutzen müsse, sondern die auch nach und nach realisierbar seien. Mit Großraumdisko würde dieses Jugendzentrum etwa 4,2 Millionen Euro kosten und ist damit teurer als das „Joo!“ und übersteigt vor allem die zwei-Millionen-Spende von Jost Reinhold.

Dafür gibt‘s dann ein Jugendzentrum mit Disko, Ateliers, Lounge, Proben-Räumen, offenem Spieledeck sowie riesigem Open-Air Gelände für Konzerte, Zeltlager und mit einem alten Schornstein, der zum Pavillon wird. Gerne möchte der Architekt die Jugendlichen in die Gestaltung mit einbeziehen, denn seiner Meinung nach sei die Akzeptanz eines Clubs, an dem die Teenager mitgewirkt haben, deutlich größer.

Die Umgestaltung des alten Industriegeländes in der Teterower Straße hätte zudem den Vorteil, dass ein Schandfleck verschwinden würde. Auch die Lage sei ideal, denn es gebe in der Nähe keine Wohnbebauung, die Anbindung ans Verkehrsnetz sei dennoch sehr gut.

Bei „Wir sind Müritzer“ bekommt Ihr die Gelegenheit, beide Konzepte in Ruhe anzuschauen. Christian Klein und Thomas Kisse haben uns ihre Projekte als PDD-Datei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Wir freuen uns auf Eure Kommentare hier bei uns auf der Homepage oder auf unserer Facebook-Seite!

Und hier sind sie (bitte anklicken):

Camp

Jugendzentrumneu


14 Antworten zu “JOO! oder CAMP – Welches Jugendzentrum für Waren?”

  1. Anne sagt:

    Das CAMP spricht vor allem auch Erwachsene im Alter zwischen 18 und 30 Jahre bzw. älter an und gibt ihnen Möglichkeiten sich auch dort zu treffen! Für uns gibt es kaum Möglichkeiten sich in Waren zu treffen bzw. tanzen zu gehen. In der Teterower Straße, gibt es wenige Bewohner, die sich womöglich beschweren könnten (Lärmbelästigung). Vorteil zur Innenstadt! Für die Jugend bestehe eventuell die Möglichkeit, um in die Teterower Straße zu gelangen mit einem Shuttelbus. Auch, wenn die Kosten deutlich höher sind, man muss bedenken, es ist eine Investition in die Zukunft, in unsere Kinder.

  2. Gordon Kempf sagt:

    Beide Präsentationen und Konzepte finde ich sehr gelungen.
    Dennoch, mein Favorit = das „JOO!“
    Gutes Gelingen und viel Erfolg.

  3. Denise sagt:

    Auf jeden Fall das JOO! , ich finde es einfach ansprechender aber vielleicht sollte man die Konzepte mal an den Schulen vorlegen und die Jugendlichen befragen ? Schließlich sollen die ja da hin und nicht wir 😉

  4. Stefan sagt:

    Also ich muss sagen, das ich das Camp favorisiere. Zum einen fällt ein Schandfleck weg und nebenbei ist es neben einem Jugendzentrum auch endlich mal wieder ein Ort wo nicht nur Jugendliche zur Disko gehen könnten. Auch der große Openair-Bereich wird gerade im Sommer bei entsprechenden Events für etliche Highlights sorgen. Das Konzept ist zwar kostenintensiver aber wird scheinbar auch um einiges größer ausfallen. Mein Voting für das Camp.

  5. simone sagt:

    Sicher macht das Camp mehr her, als das Joo und bietet dementsprechend mehr Möglichkeiten der Nutzung vielleicht auch für nicht mehr ganz so jugendliche. Ich kann mich trotzdem für keins von beiden entscheiden. Man sollte in diesem Fall wirklich mehr die Jugendlichen einbeziehen für die es ja schließlich gebaut wird. Sollte die Entscheidung aber auf das Joo treffen, würde ich den Standort aber auf keinen Fall dort lassen, das einzige was mich daran „gestört“ hat. Wer möchte denn umgeben von dauernden Strassenlärm und Abgasen draussen sitzen oder spielen? Ich wünsche trotzallem viel Erfolg und dass bald eine Entscheidung fällt. Danke

  6. Daniel sagt:

    Also auch wenn ich nicht in dem alter bin das ich einen Jugendclub brauche wäre es doch Cool wenn Waren auch endlich wieder eine vernünftige Disco bekommt für jedes Alter und da das alles auf dem Gelände an der Teterower Straße möglich ist, ist das auch mein Favorit. Denn einerseits ist dieser Schandfleck weg und zum anderen kommt man von überall ob direkt aus Waren oder auch Außerhalb dort gut hin. Und es stören keine Wohngebäude. Das Joo! mag zwar gut und schön sein aber die Standorte sind ja wohl echt nicht gerade richtig gewählt. Vor allem vorm alten Aquarium das ist ein Witz dort ist immer Morast und so. Da gibt es später viel zu viel Probleme bzw verteuert es den Bau. Ich finde auch das dieser Grüne Fleck nicht zerstört werden soll. Und Röbler Chaussee ist zu dicht an Wohngebäuden.

  7. Rico sagt:

    Ich bin immer wieder beeindruckt, wie es die Stadtvertreter schaffen, sich um das Projekt zu drücken. Ob es jemals einen Jugendclub geben wird ist sehr fraglich und wenn doch, sehe ich vorprogramierte Fehler. Das Joo an ein altersgerechte Wohnen zu bauen führt automatisch zu Beschwerden und damit zum gleichen Schicksal des KKH.
    Damit ist dieses Projekt nach dem Bau zum Scheitern verurteilt.
    Das Camp ist extra teuer, damit die Stadtvertreter das einfach ablehnen können.

    Dann waschen die Stadtvertreter ihre Hände wieder in Unschuld „Wir haben alles getan für denn Jugendclub, aber die Bevölkerung will das nicht“

    Das wichtigste Kriterium eines Jugenclubs sind die Jugendlichen, doch gerade diese werden bei der Planung aussen vor gelassen. Diese mit einzubeziehen währe grundlegend für die Akzeptanz der Jugendlich.

    Die gesammte Situation läst nur zwei Antworten zu:
    1. Die Stadtvertreter sind unfähig etwas vernünftig zu planen und durch zu führen.
    oder 2. Die selbigen währen sich mit allen Mitteln gegen den Club und damit gegen die Jugend.

  8. Elis sagt:

    Ich bin so……… enttäuscht von den Stadtvertretern. Haben diese Herrschaften, die von der Bevölkerung gewählt wurden und alles für die Bevölkerung Warens tun wollen, keine Kinder?

    Jetzt haben wir eine Bürgermeister, der Lehrer war und diese Tätigkeit auch schon als Stadtpräsident ausgeübt hat
    und immer noch nichts in die Reihe bekommt. Zählen in Waren die Kinder gar nicht?
    Sollen wir eine Stadt nur für ältere Menschen werden. Wollen wir in die gleichen Bahnen fahren wie im Altbundesland. Keine Kindergärten in Wohnnähe. Sie könnte ja zu viel Krach machen.
    Kinder sind unsere Zukunft !!!!!!

    Warum nutzen wir nicht den Platz der verfallenden Ruine des ehemaligen KIB´s?

    Ich gebe Rico vollkommen Recht. Schon letztes Jahr habe ich dem Nordkurier mitgeteilt, daß es günstig wäre, wenn die Kinder und Jugendlichen bei der Planung einbezogen würden.
    Sie würden bei richtiger Motivation bestimmt auch bei der Entkernung des vorgeschlagenen Grundstückes mitmachen.

    Warum erst Fertigstellung 2015?
    Vielleicht sollten wir die Medien einbeziehen und die Arbeit der Stadtvertreter öffentlicher kundtun.

    • Ich habe mich auch schon öfters gefragt inwieweit die Jugendlichen miteinbezogen wurden. Das wäre doch der beste und richtige Weg, für sie wird das ja schließlich gemacht. Rico und Elis, dann laßt uns die Sache doch angehen, wollen wir die Initiative gemeinsam starten oder nicht oder redet ihr auch nur. Wendet euch an mich und ich werde es nach besten Wissen und Gewissen unterstützen. könnt mich bei FB unter Lebensbereicherin Simone kontaktieren, wenn ihr euch traut. 😉

      • Elis sagt:

        Ich möchte nicht nur meinen Kommentar abgeben. Ich würde auch mitmachen.
        Was heißt FB? Unter welcher Rufnummer erreiche ich Sie?
        Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen.

  9. Ein Jugendzentrum okay, aber eine 2. Discothek in Waren wird wie in anderen Städten nicht funktionieren; schon gar nicht in solch einer Größe. Die meisten großen Läden in MV haben zu. Ich zähle mal einige auf: Holiday In Torgelow, Schlachthof NB, Genesis Wusterhusen, Flame Parchim, Difa Palace Neustrelitz usw. Ein großer Teil der Discotheken die es noch gibt, machen nur noch einmal im Monat auf. (Werleburg Malchow, Vegas Röbel, Musicarena A-20, Ageless Daberkow…).
    Davon ab ist der demographische Wandel erschreckend. Wir merken es selbst bei uns, das jetzt schon wenig an neuen jungen Gästen nachkommt, da viele Jahrgänge fehlen.
    WIr sind ein kleiner Club, der genau die richtige Größe für die heutigen Verhältnisse hat. WIr haben ihn gerade komplett kernsaniert. Die Kosten dafür sind 6-stellig gewesen.

    EIne 2. Discothek wird sich nicht lange halten!! Das Geld sollte man anderweitig anlegen.

  10. Kerstin sagt:

    Zum vorherigen Kommentar: Es bleibt die Frage offen, welche dann die so genannte 2. Diskothek wäre.
    Ich jedenfalls kenne aus meiner Arbeit mit Jugendlichen sehr viele, welche den gerade komplett kernsanierten Club meiden und auch zukünftig kein Interesse haben, diesem einen Besuch abzustatten. Meine 3 Kinder gehören auch dazu.

    • Das kann natürlich auch daran liegen, dass wir durch das stilvolle Ambiente jetzt mehr älteres Publikum ab 25 ansprechen. Das neue Konzept hat sich mit Erfolg durchgesetzt, wie wir jedes Wochenende merken.

      Wir glauben auch nicht, dass eine 2. Discothek in einem Jugendclub funktionieren könnte, da es imagemäßig jetzt schon zum Großteil Gäste unter 18 Jahren anlockt.
      Selbst das würde eng werden, da es von Jahr zu Jahr weniger Jugendliche zwischen 16-18 Jahren gibt. Nicht nur in Waren, sondern in ganz MV. Da ich die letzten 16 Jahre als DJ in fast jeder DIscothek (bin es immer noch) in MV war, kenne ich die Entwicklung und das „ausbleiben“ der 16-18 jährigen und vor allem die erschreckenden Gästezahlen.
      Die Projektleiter sollten vorher Marktforschung betreiben und wenn sie Profis sind,
      werden sie zu dem Entschluss kommen, keine 2. Discothek zu bauen.

  11. Andreas sagt:

    Gleichmal vorab, ich wäre für`s Camp gewesen. Aber die Mehrheit der gewählten Stadtvertreter haben sich für`s Joo entschieden und das soll man in einer Demokratie respektieren, also jetzt auch Taten folgen lassen und nicht immer neue Gegenargumente aus der Versenkung holen. Es wird immer einen Personenkreis geben, der „benachteiligt“ ist und dem dies u. das nicht gefällt. Aber wir leben nun mal in einer Stadt und da gehört „Lärm“ nun mal dazu. Es gab mal früher 2 Jugendclubs, die waren mitten drin (in Wohngebieten) und es ging auch. Geredet wurde in diversen Ausschüssen bestimmt genug, nun mal einfach MACHEN.

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