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Junge Ärztin aus Serbien nutzt ihre Chance an der Müritz

20. Juli 2015

In unserer Serie „Hinter die Kulissen des Müritz-Klinikums geschaut“ stellen wir heute eine junge Ärztin vor, deren Lebensweg bisher anders verlaufen ist als der ihrer Kollegen auf den Stationen des MediClin-Hauses. Denn Branislava Kostic kommt aus Serbien, behandelt aber seit fast vier Jahren als Assistenzärztin auf der „Inneren“ und beeindruckt nicht nur mit ihren hervorragenden Deutsch-Kenntnissen.

Sie lebt und arbeitet fernab ihrer Heimat, sie vermisst ihre Familie, aber sie strahlt dennoch eine Zufriedenheit aus, die man heutzutage ehrlich gesagt nur selten erlebt: Kein Klagen über die eigene Situation, kein Jammern über die Vergangenheit, kein Meckern über Dienste und Arbeitgeber. Branislava Kostic fühlt sich wohl in Deutschland, in Waren und auf ihrer Station des Müritz-Klinikums. Dabei kam sie eher zufällig in die Bundesrepublik.

Nach ihrem Medizin-Studium hat die 36-Jährige in Serbien lange nach einem Job gesucht. Doch als Ärztin hat man es im einstigen Jugoslawien sehr schwer. Irgendwann berichteten ihr Freunde, die ihrer Heimat längst den Rücken gekehrt hatten, dass in Deutschland Ärzte gesucht werden.
Fortan lernte die sympathische Medizinerin Deutsch. Autodidaktisch. Und zwar so lange, bis sie das erste Bewerbungsgespräch mit dem Vertreter einer Klinik am Telefon auf Deutsch führen konnte.

Kleine Familie fühlt sich an der Müritz wohl

In der Bundesrepublik angekommen, hat Branislava Kostic dann noch einen Kurs besucht, heute staunen ihre Patienten, wenn sie erfahren, dass die Assistenzärztin, die sich gerade zur Fachärztin für Innere Medizin ausbilden lässt, erst seit vier Jahren in Deutschland lebt. Der Doktor-Titel, den sie in Serbien tragen durfte,  wird in ihrer neuen Heimat allerdings nicht anerkannt, aber dass ist für die junge Mutter kein Drama.

Schade findet sie dagegen. dass ihr Mann, ein Spezialist aus der IT-Branche, bisher noch keinen Job gefunden hat. Doch auch daraus macht die aufgeschlossene Frau das Beste. Denn seit der Geburt ihres Sohnes Petar vor rund zwei Jahren kümmert sich der Papa viel um den Kleinen und hält der Ärztin damit den Rücken frei.

Froh ist die 36-Jährige über die neue AWO-Kita auf dem Weinberg, in der Petar seit März für einige Stunden am Tag betreut wird. „Es ist schön, ihn so in der Nähe zu wissen und er geht auch unwahrscheinlich gerne in die Einrichtung“, erzählt Branislava Kostic und schwärmt zudem von der Müritz-Region, die ihr und ihrer Familie so viel biete. Und sie freut sich über ihre Patienten, die alle sehr nett seien.

„Probleme, weil ich Ausländerin bin, hatte ich noch nie. Die Menschen auf unserer Station begegnen mir sehr offen, fragen, woher ich komme und wollen sehr viel wissen“, berichtet die Ärztin, die den „neugierigen“ Patienten am Krankenbett auch gerne über ihr Leben erzählt – in hervorragendem Deutsch.

Foto unten: Die Assistenzärztin Branislava Kostic mit ihrem kleinen Sohn Petar auf dem Spielplatz der neuen AWO-Kita auf dem Weinberg.

Kostic


Eine Antwort zu “Junge Ärztin aus Serbien nutzt ihre Chance an der Müritz”

  1. Nikola sagt:

    I am so proud on you!!!

    Love you!!!

    Bravo Tetka!

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