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Junge Unternehmer erhalten Einblick in Fischerei Müritz-Plau

14. September 2017

65 Jahre, aber der Ruhestand noch lange nicht in Sicht. Auf eine solche lange Tradition blickt die Fischerei Müritz-Plau GmbH, vielen kurz nur unter „Die Müritzfischer“ bekannt mittlerweile zurück. Wie sich das Unternehmen aus einer Genossenschaft nach der Wende in eine GmbH umgewandelt hat und die aktuellen Herausforderungen meistert, um auch für die Zukunft gewappnet zu sein, darüber informierten sich die Wirtschaftsjunioren in dieser Woche am Hauptsitz des Unternehmens in Waren (Müritz).

Prokurist Sebastian Paetsch begrüßte die Jung-Unternehmer am Eingang zum Fischkaufhaus und versprach einen kurzweiligen Einblick in die Arbeit der größten Binnenfischerei Deutschlands. Das Fischkaufhaus stellt eines der vielfältigen Standbeine des Unternehmens dar. Denn heutzutage wird der Fisch nicht mehr direkt am Kutter an den Kunden verkauft. Vielmehr geht es im Fischkaufhaus darum, sowohl Touristen als auch Einheimische und insbesondere die regionale Gastronomie mit einem breitgefächerten Fischangebot zu versorgen.

Das Fischkaufhaus ist direkt angeschlossen an die Manufaktur, in der sowohl selbst gefangener Frischfisch, aber auch zugekaufter Fisch für den Verzehr weiterverarbeitet wird. So kommen in den Sommermonaten beispielsweise mehrmals die Woche mehrere hundert Kilo kleine Maräne aus dem Neubrandenburger Tollensesee in die Manufaktur. Dort werden diese dann ausgenommen und gewaschen, bevor sie dann anschließend in den Räucherofen kommen oder als Frischware direkt zum Kunden geliefert werden.

Neben dem Fischverkauf vor Ort betreibt das Unternehmen auch einen Online-Shop, bei dem eine Lieferung des Fisches innerhalb von 24h garantiert wird und somit auch deutschlandweit die Produkte abgesetzt werden können.

Verschiedene Standbeine

Doch im Jahr 2017  kann ein Fischereibetrieb nicht mehr nur vom Fischen leben. Darüber hinaus betreiben die Müritzfischer acht Fischerhöfe rund um die Müritz sowie in Krakow und Plau am See sowie einen Fischladen in Neubrandenburg. Aber auch der Angeltourismus inklusive der Vermietung von Ferienwohnungen, Booten und dem Verkauf von Angelkarten sowie geführten Angeltouren bilden ein wichtiges Standbein des Unternehmens. Bei der Aufzählung dieser vielschichtigen Unternehmensausrichtung guckten einiger der Wirtschaftsjunioren doch sehr überrascht.

Nach dem Rundgang am Hauptsitz, wo sich auch das Verwaltungsgebäude für die Mitarbeiter des Vertriebs, der Direktvermarktung sowie der Buchhaltung und der Geschäftsleitung befinden, ging es Richtung Müritzeum, um die regionalen Fischköstlichkeiten im eigenen Restaurant namens „Fischers Küche“ zu probieren.

Egal ob Wels, Saibling, Hecht, Scholle oder Maräne, alle Wirtschaftsjunioren waren begeistert von der Location sowie dem Essen und ließen den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Mehrfach hörte man am Tisch „hier war ich definitiv nicht das letzte Mal“.

Der Besuch bei den Müritzfischern zeigte allen Vereinsmitgliedern erneut, welch vielfältige Unternehmenslandschaft innerhalb des Kammerbezirks der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern vorhanden ist.

Die Wirtschaftsjunioren Neubrandenburg sind eine Regionalgruppe der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD). Diese bilden mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von jungen Unternehmern und Führungskräften. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).


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