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Kommt ein MRT geflogen……

7. Dezember 2016

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas war schon ziemlich spektakulär, was sich da gestern auf dem Grundstück des MediClin Müritz-Klinikums in Waren abgespielt hat:

Nachdem in der vergangenen Woche ein Modul per Schwerlaster auf dem Weinberg ankam, schwebte gestern der Inhalt dafür ein: Das neue MRT-Gerät. Und was da so lässig am Kran-Haken hing, wiegt fast fünf Tonnen und kostet rund eine Million Euro.

„Es hat alles gut geklappt. Viele Mitarbeiter der Radiologie, die sich die Zeit nehmen konnten, waren natürlich dabei, als das Gerät über ein Loch im Dach ins Haus gebracht wurde“, berichtet Jenny Thomas als Sprecherin des Müritz-Klinikums.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Magnetresonanztomograph (MRT) soll ab kommenden Montag dann richtig installiert werden. Parallel dazu müssen in der Radiologie noch Wände gemalert und Fußböden verlegt werden. „Wenn alles nach Zeitplan läuft, kann das MRT noch vor dem Jahreswechsel das erste Mal zum Einsatz kommen“, so Jenny Thoma.

 

Bei dem Gerät der neuesten Generationen gehören Platzangst-Probleme weitgehend der Vergangenheit an. Die Patienten werden mit den Füssen zuerst in die Röhre gefahren – der Kopf kann außerhalb des Gerätes verbleiben, es sei denn, er muss auch untersucht werden.
Die Einlassröhre ist zudem wesentlich größer als bei vorrangegangenen Modellgenerationen und auch für schwergewichtige Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 300 Kilo geeignet.

Anfang des kommenden Jahres erwartet das Müritz-Klinikum zudem ein neues CT-Gerät, das etwa eine dreiviertel Million Euro kosten wird.

Aber was ist der Unterschied zwischen einem CT und einem MRT– fragen sich nach wie vor viele Patienten?

mrt-6Im CT befindet sich eine Röntgenröhre, die um den Patienten kreist. Damit ist der Patient einer Röntgenstrahlung ausgesetzt. Im MRT befindet sich ein Spulensystem, das auf Magnetismus beruht. Der Patient wird in diesem Diagnostikgerät in ein Magnetfeld verbracht und ist keinerlei Strahlung ausgesetzt. Das hat besondere Vorteile bei Weichgewebekontrast, der üblicherweise bei der Organ-Bildgebung der Leber genutzt wird, aber auch für Muskel-, Gewebe- und Knorpeldarstellungen.

Fotos: Jenny Thoma, MediClin Müritz-Klinikum

 

 


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