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Kormoranbestände steigen weiter an – 15.473 Brutpaare in MV

18. Juli 2017

Das wird die Fischer gar nicht freuen: Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 15.473 Brutpaare des Kormorans in insgesamt 19 Kolonien gezählt. Der Brutbestand ist somit gegenüber dem Vorjahr um etwa 8,5 Prozent angewachsen und lag damit etwas über dem bisherigen Maximum des Jahres 2008.

„Die Veränderungen betrafen Küste und Binnenland gleichermaßen. Die Zunahme ist im Zusammenhang mit den vorangegangenen milden Wintern, der einer der mildesten seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen war, zu sehen“, erklärt Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

„Wir befinden uns hier in einem schwierigen Spannungsfeld. Schließlich ist der Kormoran besonders geschützt. Gleichwohl beklagen die Fischer in Mecklenburg-Vorpommern alljährlich Verluste durch den Kormoran“, sagte er weiter.

Eine Bejagung nach dem Jagdrecht ist nicht zulässig. Jedoch können Ausnahmen zur Abwehr von nachweislichen fischereiwirtschaftlichen Schäden zugelassen werden. Nach der Kormoranverordnung ist der Abschuss von Kormoranen vom 1. August bis 31. März über bzw. im Umkreis von fischwirtschaftlich genutzten Binnengewässern gestattet. Ausgenommen sind Naturschutzgebiete und Nationalparks sowie Schlafplätze.

Von der Möglichkeit zur Vergrämung bzw. zum Abschuss wurde an den innerhalb von Schutzgebieten gelegenen großen Fischteichanlagen des Landes (Lewitz und Boek) Gebrauch gemacht. Entsprechende Anträge wurden von den zuständigen Naturschutzbehörden genehmigt. 2016 wurden insgesamt 967 Kormorane geschossen.

Der Kormoranbericht 2016 steht auf der Homepage des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung: https://www.lung.mv-regierung.de/dateien/kormoranbericht_mv_2016.pdf


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