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Laster-Fahrer fühlen sich von der Stadt Waren abgezockt

19. Dezember 2016

Die Stadt Waren hat am Wochenende Geschenke verteilt. Auf die hätten die Beschenkten allerdings liebend gerne verzichtet: Hinter den Scheibenwischern der auf einem Parkplatz am Kurpark abgestellten Lkw klebten nämlich nette Zettelchen mit Verwarnungen.
Der Parkplatz wird seit Jahren von Truckern genutzt, die das Wochenende bei ihren Familien verbringen wollen. Für sie gibt es in und um Waren kaum andere Möglichkeiten, ihre Fahrzeuge abzustellen Und: Auf dem Parkplatz am Kurpark, einst aufwändig von der Stadt gebaut, steht so gut wie nie ein Auto.

lkw2Gebaut wurde der Parkplatz, der am Weg hinauf zur Kurklinik liegt, eigentlich für Nationalpark-Besucher. Aber selbst in der Hochsaison ist diese Fläche kaum frequentiert. Das hat sich auch nach der Eröffnung des Kurzentrums nicht geändert. Und für die Lkw-Fahrer ist er ein Segen.
Sie wollen ihre wöchentliche Ruhe bei ihren Familien verleben, stören dort oben nichts und niemanden und schauten deshalb nicht schlecht, als sie am Wochenende ein „Knöllchen“ mit 10 Euro Verwarnung fanden.

Vor fünf Jahren, so berichten Betroffene, gab es das schon einmal. Damals begründete die Stadt ihre Knöllchen-Aktion damit, dass kein Nationalpark-Besucher dort parken könne, wenn die Laster die Flächen belegen. Das dürfte am Wochenende aber wohl nicht der Fall gewesen sein.

Eine weitere Begründung seinerzeit: Die Busse, die Besucher in den Nationalpark bringen, brauchen Platz. Auch das kann am Wochenende sicherlich nicht als Begründung her halten. Außerdem äußerte die Stadt damals die Angst, dass sich die Laster dort fest fahren könnten, weil es auf dem Platz keinen Winterdienst gibt. Schnee lag allerdings am vierten Adventswochenende ebenfalls nicht.

„Fünf Jahre war Ruhe und jetzt plötzlich das. Da drängt sich der Verdacht auf, dass die Stadt zum Jahresende schnell noch etwas Geld braucht“, so Betroffene gegenüber „Wir sind Müritzer“. Sie haben sich auch in einem Brief an Bürgermeister Norbert Möller (SPD) Luft gemacht und hoffen auf einen schnelle Antwort aus dem Rathaus.

lkw


9 Antworten zu “Laster-Fahrer fühlen sich von der Stadt Waren abgezockt”

  1. Hatti sagt:

    Das Interessiert doch Möller und Drühl nicht ,ist doch nur Abzocken.
    Macht weiter so meine Damen und Herren die nächsten Wahlen kommen.

    • Claus sagt:

      Die nächsten Wahlen kommen und dann wird wieder so gewählt, wie Opa das schon gemacht hat…..weil das hat ja Tradition….und dann war das ja damals alles nicht so schlecht…kennen wir doch alles von den ewig Gestrigen, die ja komischerweise nicht aussterben… Raul, wo bist Du?…

  2. Voss sagt:

    Die Stadt handelt richtig, erst sind es ein paar wenige und bald campieren auch ausländische Fahrer dort. Speditionen können sich zusammen schließen und außerhalb der Kommunen Bauanträge stellen und Parkplätze nur für LKW bauen.

  3. R.--M.Koß sagt:

    Hallo Herr Voss von welchem Planeten kommen Sie ?

  4. Peter Sohr sagt:

    Niemand baut Parkplätze weder auf Vorrat noch auf Verdacht, diese könnten ja vielleicht in 15 Jahren irgendwann einmal genutzt werden. Außer in Waren (Müritz), da ist so etwas möglich.
    Werden sie dann doch zumeist über Nacht genutzt ist`s auch nicht recht. Tagsüber kann das Gras doch weiterhin ungestört Kniehoch wachsen (wenn nicht gerade ab und an dort Räder lang rollen).
    Ohne LKW`s wäre der Parkplatz neben einer klassischen Fehlplanung eben nur eine tolle Fläche zum Einparken üben.
    Nicht mal die Vögel und die Waschbären können Papierkörbe stöbern . . . . .
    Es sind nämlich keine da.

  5. Micha sagt:

    Sind dort Schilder mit dem vermerk , dass dort keine LKW stehen dürfen aufgebaut….? Wenn nicht , sollten sie dort auch stehen können. Frage wen stört es das die dort stehen…? Mich nicht …. Ausserdem, sind es Leute die arbeiten und Steuern zahlen . Ausländer , sollten doch auch dort stehen dürfen unsere Stadtoberhäupter sind doch tolerant. Oder…? Immer schön da Geld holen wo noch was zu holen ist , wird noch schlimmer werden nur keine Sorge .

  6. HB sagt:

    So wie sich das anhört hat Frau oder Herr Voss was gegen ausländische LKW-Fahrer.

  7. M sagt:

    Ich finde das Handeln der Stadt durchaus nachvollziehbar. Aus Sicht der Anwohner würde ich im Hinblick auf die zusätzliche Lärmbelastung auch nicht wollen, dass der Parkplatz mit Lkw zugepflastert wird. Der Stadt entstehen durch kaputt gefahrene Bordsteine und verschlissene Beläge zusätzliche Kosten. Man sollte sich nur einmal die Bordsteine am Einmündungsbereich ansehen. Das das nicht durch Pkw- oder Busverkehr entsteht, ist denke ich jedem klar. Der Parkplatz wurde schließlich nicht für den Schwerverkehr gebaut bzw. bemessen. Wenn jetzt also die Stadt durch Bußgelder versucht, einerseits die zusätzlichen Kosten zu drücken und andererseits einer schleichenden Umnutzung entgegen zu wirken, dann finde ich das durchaus legitim. Die Instandsetzung des Parkplatzes wird weit mehr kosten als die Summe der eingenommenen Bußgelder. Und da es sich um öffentliche Gelder handelt, wundere ich mich über die doch recht einseitige Berichterstattung und einige Kommentare.

  8. Mario sagt:

    Was genau hinter dieser Aktion steckt, ist anscheinend noch nicht bekannt. Vielleicht kann WSM in der Stadtverwaltung sich mal umhören. Allerdings hat diese Geschichte eh ein Ende, wenn der Startschuss für den Aqua Regia Park gefallen ist. Lt den letzten Pressemeldungen soll es ja angeblich im Frühjahr losgehen (ich als Anwohner bin übrigens sehr „begeistert“ darüber).
    Allerdings wird dann das Problem nur verlagert. Hier sollte aus meiner Sicht der Arbeitgeber aktiv werden und mit der Stadt reden über die Schaffung von Parkflächen.

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