Lichtblick für Sonnenseite des Hafens

23. Januar 2014

Warens Hafen ist ein Schmuckkästchen. Fast. Denn es gibt da eine Ecke, die alles andere als brilliert: Ausgerechnet die Südseite, die Sommerabend für Sommerabend von der untergehenden Sonne gekitzelt wird, liegt brach, wird als Parkplatz und teilweise sogar als Müllhalde genutzt. Das soll schon bald ein Ende haben. Ein einheimischer Investor möchte dort möglichst schnell bauen und den Hafen dann zu einem wirklichen Schmuckkästchen machen – ohne abgestoßene Ecken.

Noch ist das Projekt, das Bauherr Fred Muhsal und Architekt Thomas Jäntsch am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt haben, ein vorläufiges. Denn der Investor hat das Grundstück erst Ende vergangenen Jahres gekauft, arbeitet aber jetzt gemeinsam mit seinem Architekten mit Hochdruck an den Plänen. Zugute kommt ihm dabei, dass in diesem Jahr auch der Ausbau des Warener Hafens beginnt.

Geplant ist auf der Südseite des Hafens ein Apartmenthaus, in dem sowohl Ferien-, aber auch Dauerwohnungen entstehen sollen. „Wenn man heutzutage im Winter am Hafen entlang spaziert, sieht man nur wenig Lichter. Wir würden es schön finden, wenn auch im Winter nicht alle Rollos heruntergelassen sind, Menschen am Hafen wohnen und ihn dadurch beleben“, erklärte Fred Muhsal, der nicht nur in Waren in der vergangenen Jahren mehrfach bewiesen hat, dass er etwas von Neubauten, aber auch von der Sanierung alter Häusern versteht. Immerhin hat er das alte Weinbergschloss gerettet, denn die Abrissbirne schwebte quasi schon über dem herrschaftlichen Haus, als Familie Muhsal es erworben hat.

Mit Thomas Jäntsch hat Investor Fred Muhsal – er ist gebürtiger Stralsunder – einen Warener an seiner Seite, der zwar in Rostock lebt, dem seine Heimatstadt nach eigenen Aussagen aber sehr am Herzen liegt. Beide zusammen brennen für das Projekt, das auch viele öffentliche Bereiche bekommen soll. So sind unter anderem Räume für den Hafenmeister, Sanitäreinrichtungen für den dann größeren Hafen, aber auch eine Wellnessanlage im Dachgeschoss und ein Restaurant mit großer Außenfläche unmittelbar am Müritzufer geplant. Das Ganze in einer modernen Gestaltung, die es so noch nicht am Hafen gibt, die nach Meinung von Bauamtsleiter Gunter Lüdde aber einen architektonischen Akzent setzt.

Läuft alles nach Plan, soll das Apartmenthaus im Jahr 2016 fertig sein.


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