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„MareMüritz“: Bäume verschwinden in Nacht- und Nebelaktion

2. März 2017

Entsetzen bei Anwohnern und Passanten: In einer regelrechten Nacht- und Nebenaktion werden auf dem ehemaligen Waldgrundstück des Projektes „Maremüritz“ am Warener Seeufer gegenwärtig Bäume gefällt, die eigentlich erhalten werden sollten.

Dass man die Bäume auch bei den anstehenden Bauarbeiten schützen sollte, sieht man auf unseren Fotos sehr schön am angebrachten Stammschutz.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit rückte der Bauunternehmer heute mit Tieflader und Kran an und hat mit der Beseitigung der Bäume begonnen.
Anwohner informierten das Ordnungsamt, aber offenbar sind selbst dem Amtsleiter, der vor Ort war, die Hände gebunden.

Wie es aussieht, scheinen die Investoren, die mit ihren neuen Plänen in dieser Woche im Stadtentwicklungsausschuss wieder „abgeblitzt“ sind, nicht mal ihr eigenes Konzept zu kennen, in dem es unter anderem so schön heißt: „parkähnliche Anlage mit erhaltenswertem Einzelbaumbestand“.

Von diesem alten Baumbestand dürfte nach dieser nächtlichen Aktion, die immer noch andauert, nicht mehr viel übrig bleiben.

Wir bleiben auf jeden Fall dran.


5 Antworten zu “„MareMüritz“: Bäume verschwinden in Nacht- und Nebelaktion”

  1. Rainer sagt:

    Solche Investoren braucht Waren also, die machen Nägel mit Köpfen. Dann Jucken denen nicht einmal verordnete Bußgelder, um Pläne umzusetzen die keiner möchte.
    Vielleicht sollten Bürger dieser Stadt solche Investoren aus Waren vertreiben und Verantwortliche die nicht in der Lage sind solch ein treiben zu unterbinden gleich dazu.

  2. Ich sagt:

    Bald ist waren müritz ohne bäume. Traurig. Zu DDR Zeiten gab es soviel grün in waren und jetzt? Nur noch beton.

  3. Simo sagt:

    Ja, es ist traurig. Die werden so weitermachen, bis sich das Erscheinungsbild von Stadt und Umgebung drastisch gewandelt hat. Es wird noch lange dauern, aber darin liegt vielleicht die Chance zur Rückbesinnung. – Für unsere Enkel!! Denn wenn alles Grün weg ist, die Einheimischen des Tourismus hochgradig überdrüssig sind – dann wird es wohl richtig schwer werden, gegen den Bürgerwillen anzukommen. Vielleicht muss es erst so weit kommen.

  4. Tourist sagt:

    Ich bin zwar kein Bürger von Waren sondern nur ein „Urlauber“ der jedes Jahr an die Müritz kommt und einen tollen Urlaub verbringt.
    Das Projekt „MareMüritz“ beobachte ich aber schon von Beginn an und kann nur noch den Kopf schütteln, wie sich „die Verantwortlichen“ der Stadt Waren vorführen lassen.
    Mit Menschenverstand und Bauchgefühl hätte man spätestens nach der feierlichen Grundsteinlegung – Umfirmierung – Architektenwechsel – Planänderung usw. merken müssen, dass hier was nicht optimal läuft.
    Diese Nacht – und Nebelaktion ist das traurige Ende für die Natur!
    Kann dir nur zustimmen Rainer….das hat Waren nicht nötig!

  5. oscar sagt:

    Endlich sagt ein Nichtwarener einmal die Meinung, die eigentlich viele hier in der Stadt haben. Da kommt ein Investor mit angeblich „dicker“ Brieftasche, die sich oftmals schon als Flopp erwiesen hat und macht was er will, sowohl beim Projekt, in der Natur und ansonsten auch. Und dann gibt eine Pressesprecherin eine fadenscheinige Begründung ab, wie ernst man es doch mit der Natur meint. Es ist einfach lächerlich!!
    Und dann passt das heutige Grünkohlessen wunderbar in das Programm, wo dann die Herren auch noch die geladenen Politiker und Pressevertreter bei köstlicher Bewirtung gütig stimmen wollen.
    Alles ein richtiges schäbiges Schmierentheater.
    Ich habe nur die Hoffnung, dass sich die Stadtvertreter, wie schon im letzten Ausschuss gezeigt, konsequent dagegen wehren und auf Recht und Gesetz pochen.

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