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Motorradfahrer auf der Petersdorfer Brücke verunglückt

26. Mai 2017

Auf der A19 in Höhe der Petersdorfer Brücke haben sich in der Nacht unfassbare Szenen abgespielt. Ein Motorradfahrer war in der Baustelle der Petersdorfer Brücke nahezu ungebremst in ein vor ihm fahrenden Mercedes geprallt. Der Motorradfahrer stürzte und blieb unter seiner schweren Maschine liegen. Zwei Frauen aus dem Mercedes versuchten dem Motorradfahrer zu helfen, brachten aber nicht genügend Kraft auf um das schwere Motorrad bewegen zu können. Verzweifelt versuchten die beiden Frauen herannahende Lkw und Autos anzuhalten.

Dutzende Kraftfahrer fuhren einfach an der Unfallstelle vorbei. Mit Warnwesten versuchten die Frauen anschließend Lkw und Autos zum Anhalten zu bewegen. „Es war hier stockdunkel, der Mann schrie vor Schmerzen“, sagte uns eine Zeugin aus dem Unfallwagen. Erst Minuten später hielt der Fahrer eines Wohnwagens an und hob, zusammen mit den Frauen, die Maschine von dem schwer verletzten Motorradfahrer.

Der 47-jährige Motorradfahrer war zwar ansprechbar, zog sich aber nach Polizeiangaben schwere Verletzungen zu. An den Unfall selbst konnte sich der Mann nicht erinnern. Er kam wenig später in ein nahegelegenes Klinikum.

Die Polizei will nun prüfen ob und wie die Fahrzeugführer, die ohne Hilfe zu leisten an der Unfallstelle vorbeifuhren, belangt werden können. Unterlassene Hilfeleistung ist nach Paragraph 323c StGB strafbar und wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft.

Text und Fotos: Nonstopnews Müritz


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